Pflegeberufe in Österreich 2026: PA, PFA & DGKP – Aufgaben, Unterschiede & Karriere
Wenn Du nach Pflegeberufen in Österreich suchst, möchtest Du wahrscheinlich vor allem eines: Klarheit. Welche Berufe gibt es überhaupt? Worin unterscheiden sich Pflegeassistenz, Pflegefachassistenz und die diplomierte Gesundheits- und Krankenpflege? Und welcher Berufsweg passt zu Dir?
Gerade im Pflegebereich tauchen viele Begriffe auf – und nicht immer ist sofort verständlich, wer welche Aufgaben übernimmt und wie die Verantwortungsbereiche geregelt sind. In Österreich sind Pflegeberufe klar strukturiert und gesetzlich geregelt. Das sorgt für Sicherheit – kann aber auf den ersten Blick verwirrend wirken.
Hier bekommst Du einen übersichtlichen, verständlichen Leitfaden zu den wichtigsten Pflegeberufen in Österreich: welche Berufsgruppen es gibt, wie sie sich voneinander unterscheiden, wo Pflegekräfte arbeiten – und welche Entwicklungsmöglichkeiten Dir offenstehen.
Pflegeberufe umfassen alle gesetzlich geregelten Tätigkeiten, bei denen Menschen medizinisch und pflegerisch betreut werden – in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder im häuslichen Umfeld. Dazu gehören Aufgaben wie Körperpflege, Unterstützung bei Mobilität, Beobachtung des Gesundheitszustands und – je nach Qualifikation – eigenständige Pflegeplanung und Durchführung medizinischer Maßnahmen.
Was Pflegeberufe von vielen anderen Berufsfeldern unterscheidet: Sie sind nicht nur eine Tätigkeit, sondern eine gesellschaftliche Verantwortung. Pflegekräfte begleiten Menschen in den verletzlichsten Momenten ihres Lebens – nach Operationen, bei chronischen Erkrankungen, im Alter oder am Ende des Lebens. Diese Nähe verlangt nicht nur Fachwissen, sondern auch Empathie, Belastbarkeit und ein hohes Maß an Professionalität.
Die gesetzliche Grundlage: Das GuKG
In Österreich sind Pflegeberufe durch das Gesundheits- und Krankenpflegegesetz (GuKG) geregelt – eines der zentralen Gesetze im österreichischen Gesundheitssystem.
„Die Gesundheits- und Krankenpflege ist im Gesundheits- und Krankenpflegegesetz (GuKG) geregelt und umfasst eigenverantwortliche, mitverantwortliche und interdisziplinäre Tätigkeiten." — Gesundheits- und Krankenpflegegesetz (GuKG), Österreich
Das GuKG legt dabei konkret fest:
- Pflegekräfte müssen ihren Beruf gewissenhaft und ohne Unterschied der Person ausüben
- Das Wohl und die Gesundheit der pflegebedürftigen Menschen stehen immer an erster Stelle
- Pflegekräfte sind verpflichtet, sich kontinuierlich weiterzubilden – denn die Pflege entwickelt sich ständig weiter
- Bei drohender Verletzung oder Gesundheitsschädigung darf die fachkundige Hilfe nicht verweigert werden
Warum diese gesetzliche Regelung wichtig ist
Die klare gesetzliche Verankerung der Pflegeberufe hat in Österreich einen entscheidenden Vorteil: Sie schützt sowohl die pflegebedürftigen Menschen als auch die Pflegekräfte selbst. Jede Berufsgruppe – von der Pflegeassistenz bis zur diplomierten Gesundheits- und Krankenpflege – hat klar definierte Aufgaben, Rechte und Grenzen.
Das bedeutet für Dich als Pflegekraft: Du weißt genau, was Du darf st, was in Deiner Verantwortung liegt – und wo Du Unterstützung durch eine höher qualifizierte Fachkraft einbeziehen musst. Diese Klarheit ist keine Einschränkung, sondern ein Schutz – für Dich und für die Menschen, die Du betreust.
Pflege als Teil des Gesundheitssystems
Pflegeberufe sind das Rückgrat des österreichischen Gesundheitssystems. Ohne qualifizierte Pflegekräfte wäre eine qualitätsvolle medizinische Versorgung schlicht nicht möglich – von der Akutversorgung im Krankenhaus bis zur liebevollen Begleitung älterer Menschen zu Hause.
Aktuelle Informationen zur Rolle der Pflegeberufe im österreichischen Gesundheitssystem findest Du auf gesundheit.gv.at und sozialministerium.at.
Das österreichische Pflegesystem basiert auf drei klar definierten Berufsgruppen, die zusammen ein dreistufiges System bilden:
- Pflegeassistenz (PA) – Grundpflege unter Anleitung
- Pflegefachassistenz (PFA) – Erweiterte Pflegeaufgaben mit mehr Selbstständigkeit
- Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflege (DGKP) – Höchste Qualifikationsstufe mit voller Eigenverantwortung
Je höher die Qualifikation, desto größer ist der eigenverantwortliche Entscheidungsbereich in der Pflege.
Was dieses System so besonders macht: Die drei Berufsgruppen sind nicht getrennt voneinander, sondern arbeiten täglich eng zusammen. Die PA unterstützt die PFA, die PFA arbeitet unter der fachlichen Anleitung der DGKP – und gemeinsam sorgen sie für eine lückenlose, qualitätsvolle Versorgung der Menschen, die Pflege brauchen.
Ergänzende Berufe im Pflegebereich
Neben den drei Kernberufen gibt es in Österreich auch weitere Berufsgruppen, die im Pflege- und Betreuungsbereich tätig sind – geregelt durch das Sozialbetreuungsgesetz:
- Heimhilfe – Unterstützung bei alltäglichen Tätigkeiten zu Hause, ohne medizinische Pflegeaufgaben
- Diplomsozialbetreuung – Umfassendere Betreuung mit sozialpädagogischem Schwerpunkt, zum Beispiel in der Behindertenarbeit oder Altenbetreuung
Diese Berufe ergänzen das Pflegesystem sinnvoll – besonders in der mobilen und häuslichen Versorgung, wo Betreuung und Alltagsunterstützung genauso wichtig sind wie medizinische Pflege.
Das österreichische Pflegesystem ist klar strukturiert – und genau das macht es so verlässlich. Drei Berufsgruppen mit unterschiedlichen Qualifikationen und Verantwortungsbereichen arbeiten täglich Hand in Hand, um eine lückenlose Versorgung sicherzustellen.
Überblick der Pflegeberufe in Österreich
(Quelle: GuKG; Sozialministerium )
Die drei Berufsgruppen sind nicht unabhängig voneinander – sie bilden ein aufeinander abgestimmtes System, in dem jede Stufe die andere unterstützt und ergänzt. Die PA entlastet die PFA bei Grundaufgaben, die PFA unterstützt die DGKP bei erweiterten Maßnahmen – und die DGKP trägt die fachliche Gesamtverantwortung für den Pflegeprozess.
Unterschiede im Kompetenzbereich
(Quelle: GuKG; Sozialministerium )
Pflegeassistenz (PA) – Der Einstieg in die Pflege
Die Pflegeassistenz bildet die Einstiegsstufe im österreichischen Pflegesystem. Pflegeassistentinnen und Pflegeassistenten sind nah am Menschen – sie unterstützen bei grundlegenden Pflege- und Betreuungsmaßnahmen und sorgen dafür, dass sich pflegebedürftige Menschen sicher und gut aufgehoben fühlen. Ihre Arbeit erfolgt immer unter Anleitung einer PFA oder DGKP.
Typische Aufgaben der PA:
- Unterstützung bei der oralen Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme sowie bei der Arzneimittelaufnahme
- Hilfe bei der Körperpflege und beim An- und Auskleiden
- Unterstützung beim Benutzen von Toiletten und beim Wechsel von Inkontinenzprodukten
- Hilfe beim Aufstehen, Niederlegen, Niedersetzen und Gehen
- Dokumentation aller durchgeführten Tätigkeiten und Information der vorgesetzten Pflegekräfte
Ausbildung: Die Ausbildung zur PA dauert ein Jahr und umfasst sowohl theoretische Unterrichtseinheiten als auch praktische Einsätze in verschiedenen Pflegesettings – Krankenhaus, Pflegeheim und mobile Pflege gehören dazu. Der Abschluss berechtigt zur Berufstätigkeit in ganz Österreich.
Pflegefachassistenz (PFA) – Erweiterte Kompetenzen, mehr Verantwortung
Die Pflegefachassistenz ist die mittlere Qualifikationsstufe und wurde mit der Neuregelung des GuKG als eigenständiger Beruf eingeführt. PFA-Kräfte haben deutlich erweiterte Kompetenzen im Vergleich zur PA – sie dürfen bestimmte medizinische Maßnahmen eigenständig durchführen und tragen dafür auch die entsprechende Verantwortung.
In der Praxis bedeutet das: Die PFA ist oft die Schnittstelle zwischen der PA und der DGKP – sie koordiniert einfachere pflegerische Abläufe, entlastet die Fachkraft und sorgt gleichzeitig für eine reibungslose Versorgung.
Typische Aufgaben der PFA:
- Legen von Infusionen
- Anlegen und Inbetriebnahme von Miedern, Orthesen und Schienen
- Aufrechterhaltung der Durchgängigkeit von zu- und ableitenden Systemen sowie Entfernen peripher-venöser Zugänge
- Legen und Entfernen von Magensonden über Mund oder Nase
- Durchführung standardisierter diagnostischer Programme wie EKG
- Mitwirkung bei der Pflegedokumentation und Unterstützung der DGKP
Ausbildung: Die Ausbildung zur PFA dauert zwei Jahre und baut auf der PA-Qualifikation auf – oder kann direkt nach dem Pflichtschulabschluss begonnen werden. Sie umfasst rund 3.200 Stunden aus Theorie und Praxis.
Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflege (DGKP) – Die höchste Qualifikationsstufe
Die DGKP ist die höchste und umfassendste Qualifikationsstufe im österreichischen Pflegesystem. Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonen tragen die volle fachliche Verantwortung für den Pflegeprozess – von der Planung über die Durchführung bis zur Dokumentation und Evaluation.
„Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonen tragen die fachliche Verantwortung für den Pflegeprozess." — pflege.gv.at
Was die DGKP von den anderen Berufsgruppen unterscheidet, ist nicht nur das breitere Aufgabenfeld – es ist die Eigenverantwortung. Eine DGKP trifft selbstständig fachliche Entscheidungen, koordiniert das gesamte Pflegeteam und ist gleichzeitig Ansprechperson für Ärztinnen und Ärzte, Angehörige und die pflegebedürftigen Menschen selbst.
Typische Aufgaben der DGKP:
- Eigenverantwortliche Pflegeplanung, Durchführung und Dokumentation
- Arzneimittelverabreichung und therapeutische Maßnahmen
- Betreuung von zu- und ableitenden Systemen
- Mitwirkung in der medizinischen Diagnostik und gerätegestütztes Überwachen
- Schulung und Anleitung von PA und PFA
- Koordination des gesamten Pflegeteams
- Kommunikation mit Ärztinnen, Ärzten und Angehörigen
Ausbildung: Die Ausbildung zur DGKP dauert drei Jahre und ist sowohl theoretisch als auch praktisch sehr umfassend. Alternativ gibt es seit einigen Jahren auch die Möglichkeit, die DGKP-Qualifikation über ein Bachelorstudium an einer Fachhochschule zu erwerben – ein Weg, der besonders für Menschen mit akademischen Ambitionen interessant ist.
Pflegekräfte in Österreich arbeiten in ganz unterschiedlichen Bereichen – je nach Ausbildung, Spezialisierung und persönlichen Interessen. Das österreichische Pflegesystem ist so aufgebaut, dass alle drei Berufsgruppen (PA, PFA und DGKP) gemeinsam eine umfassende Versorgung ermöglichen – von der Grundpflege bis zur hochspezialisierten medizinischen Betreuung.
Überblick der Einsatzbereiche nach Qualifikation
Quelle: Gesundheits- und Krankenpflegegesetz (GuKG), gesundheit.gv.at – Stand 2026
Krankenhaus – Pflege im medizinischen Zentrum
Im Krankenhaus arbeiten alle drei Berufsgruppen eng zusammen. Hier findet Pflege auf mehreren Ebenen statt – von der Grundversorgung bis zur spezialisierten Akutpflege.
Typische Aufgaben:
- Unterstützung bei der Körperpflege und Mobilisation (PA)
- Durchführung pflegerischer und medizinischer Maßnahmen (PFA)
- Pflegeplanung, Koordination und Verantwortung für den gesamten Pflegeprozess (DGKP)
Besonderheit:
Krankenhäuser sind oft der Ort, an dem Pflege und Medizin am engsten zusammenarbeiten. Hier ist Teamarbeit entscheidend – zwischen Pflegekräften, Ärzt:innen und Therapeut:innen.
Intensivstation – Hochspezialisierte Pflege
Die Intensivstation gehört zu den anspruchsvollsten Arbeitsbereichen in der Pflege. Hier werden Patient:innen mit lebensbedrohlichen Erkrankungen betreut.
Wer arbeitet hier?
- Vor allem DGKP mit Spezialisierung in Intensivpflege
- PFA unterstützend, je nach Einrichtung und Qualifikation
- PA in der Regel nicht im Einsatz
Was macht diesen Bereich besonders?
- Einsatz moderner Medizintechnik
- Kontinuierliche Überwachung der Patient:innen
- Schnelle Entscheidungen und hohe Verantwortung
Dieser Bereich erfordert nicht nur Fachwissen, sondern auch starke psychische Belastbarkeit.
Pflegeheim – Begleitung im Alltag und im Alter
Pflegeheime sind zentrale Einrichtungen der Langzeitpflege. Hier begleiten Pflegekräfte Menschen oft über einen längeren Zeitraum – manchmal über Jahre hinweg.
Schwerpunkte:
- Unterstützung im Alltag und bei der Körperpflege
- Aktivierung und soziale Betreuung
- Begleitung bei chronischen Erkrankungen oder Demenz
Wichtig zu wissen:
Besonders PA und PFA sind hier stark gefragt, da sie die tägliche Betreuung sicherstellen. DGKP übernehmen zusätzlich die fachliche Leitung und Pflegeplanung. Pflege im Heim bedeutet oft: Beziehung statt nur Behandlung.
Mobile Pflege – Unterstützung zu Hause (wachsender Bereich)
Die mobile Pflege ist einer der wichtigsten und am stärksten wachsenden Bereiche in Österreich. Hier besuchen Pflegekräfte Menschen direkt in ihrem Zuhause – dort, wo sie sich am wohlsten fühlen.
Typische Aufgaben:
- Unterstützung bei Körperpflege und Alltag
- Medikamentengabe und Wundversorgung
- Beratung von Angehörigen
- Förderung der Selbstständigkeit
Warum dieser Bereich immer wichtiger wird:
- Viele Menschen möchten im Alter zu Hause bleiben
- Entlastung für Angehörige
- Individuellere Betreuung
Hier kommt noracares ins Spiel: Wenn Du als Familie Unterstützung suchst oder als Pflegekraft flexibel arbeiten möchtest, verbindet Dich noracares direkt mit passenden Menschen – einfach, transparent und ohne komplizierte Strukturen.
Gerade in der mobilen Pflege ist Vertrauen entscheidend – und genau hier schafft noracares eine persönliche Verbindung zwischen Pflegekraft und Familie.
Spezialbereiche – Pflege mit Fokus und Expertise
Neben den klassischen Einsatzorten gibt es spezialisierte Bereiche, in denen vor allem DGKP tätig sind.
Beispiele:
- OP-Pflege (Operationsassistenz)
- Onkologie (Krebsbehandlung)
- Palliativpflege (Begleitung am Lebensende)
- Psychiatrie
- Rehabilitation
Warum Spezialisierung wichtig ist:
- Höheres Fachwissen
- Mehr Verantwortung
- Oft bessere Karriere- und Gehaltschancen
Viele Pflegekräfte entscheiden sich nach einigen Jahren Berufserfahrung bewusst für eine Spezialisierung.
Orientierung für Dich: Welcher Bereich passt?
Wenn Du noch unsicher bist, welcher Bereich zu Dir passt, stell Dir diese Fragen:
- Möchtest Du eher medizinisch-technisch arbeiten → Krankenhaus / Intensiv
- Liegt Dir langfristige Betreuung & Beziehung → Pflegeheim
- Willst Du flexibel & selbstständig arbeiten → Mobile Pflege
- Suchst Du fachliche Tiefe & Spezialisierung → Spezialbereiche
Ein Praktikum oder Schnuppertag kann Dir helfen, Deinen Weg zu finden – oft mehr als jede Theorie.
Entwicklungsmöglichkeiten im Pflegebereich
Der Pflegebereich in Österreich ist klar strukturiert und bietet Dir transparente Karrierewege. Du kannst Schritt für Schritt aufbauen – von der Pflegeassistenz bis hin zu leitenden Positionen oder spezialisierten Fachbereichen.
Überblick: Karrierepfade in der Pflege
Quelle: GuKG, sozialministerium.at – Stand 2026
Schritt für Schritt zur höheren Qualifikation
Das österreichische Pflegesystem ermöglicht Dir einen klaren und praxisnahen Aufstieg:
- Einstieg als PA: Du sammelst erste praktische Erfahrung in der Pflege und arbeitest nah am Menschen.
- Weiterentwicklung zur PFA: Du übernimmst mehr Verantwortung und darfst bestimmte medizinische Tätigkeiten eigenständig durchführen.
- Aufstieg zur DGKP: Du erreichst die höchste Qualifikationsstufe mit voller fachlicher Verantwortung für den Pflegeprozess.
Jede Stufe erweitert nicht nur Deine fachlichen Kompetenzen, sondern auch Deine beruflichen Möglichkeiten – von der direkten Pflege bis hin zu Koordination und Spezialisierung.
Spezialisierung und Karriere nach der DGKP
Nach der Ausbildung zur DGKP stehen Dir zahlreiche Weiterbildungs- und Spezialisierungsmöglichkeiten offen:
- Intensivpflege
- Anästhesie- und OP-Pflege
- Palliativpflege
- Psychiatrische Pflege
- Wundmanagement
- Pflegemanagement und Leitungsfunktionen
Diese Weiterbildungen sind in Österreich meist zertifiziert und oft Voraussetzung für spezialisierte oder leitende Positionen. Sie ermöglichen Dir nicht nur fachliche Vertiefung, sondern auch bessere Karriere- und Gehaltsperspektiven.
Akademische Wege und Führungskarriere
Neben klassischen Weiterbildungen kannst Du auch einen akademischen Weg einschlagen:
- Bachelorstudium in Gesundheits- und Krankenpflege
- Masterstudiengänge in Pflegewissenschaft oder Pflegemanagement
- Führungspositionen wie Stationsleitung oder Pflegedienstleitung
Damit hast Du die Möglichkeit, Dich langfristig auch außerhalb der direkten Pflege weiterzuentwickeln – etwa in Management, Lehre oder Projektarbeit.
Flexibel lernen: Berufsbegleitende Ausbildung
Viele Ausbildungseinrichtungen in Österreich bieten berufsbegleitende Modelle an. Das bedeutet: Du kannst bereits im Pflegebereich arbeiten und Dich gleichzeitig weiterqualifizieren.
Das ist besonders hilfreich, wenn Du:
- finanzielle Sicherheit brauchst
- Familie und Ausbildung kombinieren möchtest
- oder schrittweise in höhere Qualifikationen hineinwachsen willst
Warum sich der Karriereweg in der Pflege lohnt
Der Pflegebereich gehört zu den wenigen Berufsfeldern, in denen Weiterentwicklung klar strukturiert und langfristig sicher ist.
- Hohe Nachfrage in allen Bundesländern
- Stabile Beschäftigungsmöglichkeiten
- Klare Aufstiegssysteme
- Vielfältige Spezialisierungen
Das bedeutet für Dich: Du kannst Deinen Weg individuell gestalten – je nach Lebenssituation, Interessen und Zielen.
„Pflege- und Sozialbetreuungsberufe sind für die Versorgungssicherheit in Österreich von zentraler Bedeutung." — Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz
Der Pflegearbeitsmarkt in Österreich entwickelt sich dynamisch und zählt zu den stabilsten Berufsfeldern im Gesundheitsbereich. Gleichzeitig zeigt sich deutlich: Der Bedarf an qualifizierten Pflegekräften steigt kontinuierlich – und wird sich in den kommenden Jahren weiter verstärken.
Sind Pflegeberufe in Österreich gefragt?
Ja – und mehr denn je. Pflegeberufe gehören zu den am stärksten nachgefragten Berufen in Österreich.
- Laut aktuellen Prognosen des Sozialministeriums werden bis 2030 rund 75.000 zusätzliche Pflegekräfte benötigt (Bitte für 2026 prüfen: aktualisierte Zahl je nach Bericht).
- Bereits heute gibt es in vielen Regionen mehr offene Stellen als verfügbare Fachkräfte, insbesondere in der Langzeitpflege und mobilen Pflege.
- Der demografische Wandel führt dazu, dass der Anteil der über 65-Jährigen kontinuierlich steigt – und damit auch der Pflegebedarf.
Diese Entwicklung betrifft alle Qualifikationsstufen:
- Pflegeassistenz (PA)
- Pflegefachassistenz (PFA)
- Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflege (DGKP)
Warum der Bedarf weiter wächst
Der steigende Bedarf an Pflegekräften hat mehrere Ursachen:
Demografischer Wandel
Die Bevölkerung in Österreich wird älter. Immer mehr Menschen benötigen langfristige Betreuung, insbesondere im Bereich der chronischen Erkrankungen und Demenz.
Verlagerung in die häusliche Pflege
Ein großer Teil der Pflege findet zunehmend zu Hause statt. Die mobile Pflege wächst stark, da viele Menschen möglichst lange in ihrer gewohnten Umgebung bleiben möchten.
Fachkräftemangel im Gesundheitswesen
Schon heute sind viele Stellen unbesetzt. Besonders betroffen sind:
- ländliche Regionen
- mobile Pflegedienste
- Pflegeheime
Steigende Anforderungen an Pflegequalität
Komplexere Krankheitsbilder und medizinische Entwicklungen erhöhen den Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften – insbesondere DGKP.
Wo Pflegekräfte besonders gesucht werden
Die Nachfrage ist nicht in allen Bereichen gleich verteilt. Besonders hoher Bedarf besteht aktuell in:
- Mobiler Pflege: Einer der am schnellsten wachsenden Bereiche in Österreich
- Langzeitpflege (Pflegeheime): Hoher Bedarf durch alternde Bevölkerung
- Krankenhäuser: Vor allem in spezialisierten Bereichen wie Intensivpflege
- Ländliche Regionen: Deutlich stärkerer Fachkräftemangel als in Städten
Deine Chancen im Pflegebereich
Für Dich bedeutet diese Entwicklung vor allem eines: sehr gute und langfristige Perspektiven.
- Hohe Jobsicherheit in allen Bundesländern
- Schneller Berufseinstieg möglich
- Klare Aufstiegsmöglichkeiten (PA → PFA → DGKP)
- Gute Chancen auf Spezialisierung und Weiterbildung
- Möglichkeit, flexibel zu arbeiten – z. B. in der mobilen Pflege
Pflege und Zukunft: Ein Beruf mit Entwicklungspotenzial
„Der Bedarf an qualifizierten Pflegekräften wird in den kommenden Jahren weiter steigen." — Pflegepersonal-Bedarfsprognose, Sozialministerium.
Pflege ist längst nicht mehr nur ein klassischer Versorgungsberuf. Digitale Dokumentation, neue Pflegekonzepte und Spezialisierungen verändern das Berufsbild kontinuierlich und eröffnen zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten.
Einstieg und Vernetzung mit noracares
Gerade in einem Arbeitsmarkt mit hoher Nachfrage ist es wichtig, die richtigen Möglichkeiten zu finden.
noracares unterstützt Dich dabei, direkt mit Familien in Österreich in Kontakt zu treten – transparent, flexibel und ohne Umwege. Besonders in der mobilen Pflege eröffnet Dir das neue Chancen, Deinen Arbeitsalltag selbstbestimmt zu gestalten.
Wenn Du bereits in der Pflege tätig bist oder Deinen Einstieg planst, kannst Du über noracares passende Einsatzmöglichkeiten finden und Deinen nächsten Karriereschritt aktiv gestalten.
Österreich gehört zu den Ländern mit einem besonders hohen Bedarf an qualifizierten Pflegekräften – und richtet sich gezielt auch an internationale Fachkräfte. Wenn Du eine Ausbildung im Pflegebereich hast oder in der Pflege arbeiten möchtest, stehen Deine Chancen in Österreich aktuell sehr gut.
Arbeiten in der Pflege in Österreich – Deine Möglichkeiten
Pflegeberufe sind in Österreich gesetzlich geregelt und EU-weit anerkannt. Gleichzeitig wird aktiv daran gearbeitet, internationale Fachkräfte zu integrieren und den Einstieg zu erleichtern:
- Pflegekräfte zählen zu den Mangelberufen in Österreich (Stand 2026)
- Es bestehen vereinfachte Verfahren zur Anerkennung ausländischer Qualifikationen
- Programme zur Integration und sprachlichen Unterstützung werden kontinuierlich ausgebaut (Bitte prüfen es gibt regionale Unterschiede)
Anerkennung für EU-Bürgerinnen und EU-Bürger
Wenn Du aus einem EU- oder EWR-Land kommst, profitierst Du von der gegenseitigen Anerkennung von Berufsqualifikationen innerhalb der EU.
Das bedeutet konkret:
- Dein Abschluss wird in vielen Fällen direkt anerkannt
- Du kannst relativ schnell in den Beruf einsteigen
- Es sind meist nur formale Schritte erforderlich – etwa Registrierung oder Nachweise
Die rechtliche Grundlage bildet die EU-Berufsanerkennungsrichtlinie, die in Österreich umgesetzt wird. Weitere Informationen findest Du auf gesundheit.gv.at.
Anerkennung für Nicht-EU-Fachkräfte: Das Nostrifizierungsverfahren
Wenn Du aus einem Drittstaat kommst, erfolgt die Anerkennung über das sogenannte Nostrifizierungsverfahren. Dabei wird Dein Abschluss mit der österreichischen Ausbildung verglichen. Je nach Ergebnis kann Folgendes notwendig sein:
- Anpassungslehrgang in einer österreichischen Pflegeeinrichtung
- Ergänzungsprüfung zu fehlenden Ausbildungsinhalten
- Nachweis von Deutschkenntnissen – in der Regel B2-Niveau
- Einreichung beglaubigter und übersetzter Dokumente
Die zuständigen Stellen befinden sich je nach Bundesland bei den jeweiligen Behörden oder Fachhochschulen. Aktuelle Informationen findest Du auf sozialministerium.at.
Aufenthaltsrecht: Welcher Titel passt?
Für Nicht-EU-Bürgerinnen und Nicht-EU-Bürger ist zusätzlich ein Aufenthaltstitel erforderlich. Die häufigsten Optionen für Pflegekräfte sind:
- Rot-Weiß-Rot – Karte – für Fachkräfte in Mangelberufen
- Rot-Weiß-Rot – Karte Plus – nach Verlängerung, mit erweitertem Zugang zum Arbeitsmarkt
Da Pflegeberufe regelmäßig auf der offiziellen Liste der Mangelberufe in Österreich vertreten sind, ist der Zugang zum Arbeitsmarkt für qualifizierte Pflegekräfte deutlich erleichtert. (Quelle: sozialministerium.at – Stand 2026)
Wie lange dauert die Anerkennung?
Die Dauer des Anerkennungsverfahrens hängt von Deiner Herkunft und den eingereichten Unterlagen ab:
- EU-Abschlüsse: oft wenige Wochen bis Monate
- Nicht-EU-Abschlüsse: mehrere Monate, abhängig von Unterlagen und eventuellen Ausgleichsmaßnahmen
Deine Chancen als internationale Pflegekraft in Österreich
Durch den hohen Bedarf und die klare Struktur des Pflegesystems hast Du in Österreich sehr gute Perspektiven:
- Hohe Nachfrage in allen Bundesländern
- Vielfältige Einsatzmöglichkeiten – Krankenhaus, Pflegeheim, mobile Pflege
- Klare Karrierewege von der PA über die PFA bis zur DGKP
- Langfristige Job- und Entwicklungssicherheit in einem krisensicheren Berufsfeld
Gerade in der mobilen Pflege und in der Langzeitpflege sind internationale Fachkräfte ein unverzichtbarer Bestandteil der Versorgung.
Dein nächster Schritt mit noracares
Nach erfolgreicher Anerkennung stellt sich oft die nächste Frage: Wo finde ich passende Einsatzmöglichkeiten?
noracares unterstützt Dich dabei, direkt mit Familien in Österreich in Kontakt zu treten – transparent, unkompliziert und ohne versteckte Gebühren. Besonders für internationale Pflegekräfte bietet noracares eine klare Orientierung beim Einstieg in den österreichischen Pflegealltag und hilft Dir, schnell praktische Erfahrung zu sammeln.
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Jetzt hast Du einen klaren Überblick über die wichtigsten Pflegeberufe in Österreich – und weißt, wie sich Pflegeassistenz, Pflegefachassistenz und die diplomierte Gesundheits- und Krankenpflege voneinander unterscheiden.
Pflege ist kein einzelner Beruf, sondern ein klar strukturiertes System mit unterschiedlichen Verantwortungsstufen und echten Entwicklungsmöglichkeiten. Genau diese Struktur macht den Pflegebereich in Österreich so transparent – und bietet Dir verschiedene Einstiegs- und Karrierewege, egal wo Du gerade stehst.
Ob Du gerade überlegst, in die Pflege einzusteigen, Dich weiterzuentwickeln oder als internationale Fachkraft nach Österreich zu kommen – der erste Schritt ist immer derselbe: verstehen, wie das System aufgebaut ist. Genau das hast Du jetzt.
Von hier aus kannst Du gezielt weitergehen – mehr über Ausbildungswege erfahren, Dich über Spezialisierungen informieren oder konkrete Einsatzmöglichkeiten entdecken.
Und wenn Du bereits qualifiziert bist und Deinen nächsten Schritt planst – noracares verbindet Dich direkt mit Familien in Österreich. Transparent, persönlich und ohne versteckte Gebühren.
- GuKG (Gesundheits- und Krankenpflegegesetz) – Das zentrale österreichische Gesetz, das die Berufsrechte, Aufgaben und Pflichten aller Pflegeberufe regelt. Es bildet die rechtliche Grundlage für die Unterscheidung von PA, PFA und DGKP.
- DGKP (Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegeperson) – Höchste Qualifikationsstufe in der österreichischen Pflege. Trägt die eigenverantwortliche Verantwortung für Pflegeplanung, Durchführung, Dokumentation und Teamkoordination.
- PFA (Pflegefachassistenz) – Mittlere Qualifikationsstufe mit erweiterten Kompetenzen. Darf bestimmte medizinische Maßnahmen eigenständig durchführen, zum Beispiel Infusionen legen oder EKG durchführen.
- PA (Pflegeassistenz) – Einstiegsstufe der österreichischen Pflege. Unterstützt bei grundlegenden Pflege- und Betreuungsmaßnahmen unter Anleitung einer PFA oder DGKP.
- Nostrifizierung – Das formelle Anerkennungsverfahren für ausländische Pflegeabschlüsse in Österreich. Der Abschluss wird mit der österreichischen Ausbildung verglichen – je nach Ergebnis folgt ein Anpassungslehrgang oder eine Ergänzungsprüfung.
- Rot-Weiß-Rot – Karte – Österreichischer Aufenthaltstitel für qualifizierte Fachkräfte aus Drittstaaten in Mangelberufen, zu denen Pflegeberufe regelmäßig zählen.
- Mobile Pflege – Betreuung und Pflege von Menschen direkt in ihrer eigenen Wohnung durch qualifizierte Pflegekräfte. Einer der am stärksten wachsenden Bereiche im österreichischen Pflegesystem.
- Kollektivvertrag – Tarifvertrag in Österreich, der Mindestgehälter und Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte regelt. Gilt als Benchmark für faire Bezahlung im Pflegebereich.
- EU-Berufsanerkennungsrichtlinie – Europäische Regelung, die die gegenseitige Anerkennung von Berufsqualifikationen innerhalb der EU ermöglicht – auch für Pflegeberufe.
- noracares – Digitale Plattform, die qualifizierte Pflegekräfte direkt mit Familien in Österreich verbindet – transparent, ohne Vermittlungsgebühren und mit voller Kontrolle über die eigene Arbeitssituation.
Alle Angaben basieren auf verfügbaren Quellen, Stand März 2026. Dieser Artikel wurde für Informationszwecke erstellt und ersetzt keine Rechts- oder Fachberatung. Für verbindliche Auskünfte zu Ausbildung und Berufsanerkennung wende Dich bitte an die zuständigen Behörden.