Pflegehelfer ohne Ausbildung: Dein schneller Weg zu Jobchancen und Gehalt
Du träumst davon, in der Pflege zu arbeiten, hast aber keine Ausbildung? Keine Sorge – Du bist nicht allein! Viele Menschen möchten in diesen wichtigen Beruf einsteigen, fragen sich aber: „Kann ich wirklich als Pflegehelfer ohne Ausbildung starten?“
Wir wissen, wie unsicher sich das anfühlen kann. Einerseits gibt es einen riesigen Bedarf an Pflegekräften, andererseits herrscht Verwirrung über Aufgaben, Voraussetzungen, Gehalt und die rechtlichen Regeln – besonders, wenn es um den Quereinstieg geht.
Genau hier setzt dieser Artikel an:
- Wir zeigen Dir klar und verständlich, welche Möglichkeiten Du in Deutschland und Österreich hast.
- Du erfährst, welche Aufgaben erlaubt sind – und welche nicht.
- Wir geben Dir aktuelle Gehaltszahlen, vergleichen ohne/mit Ausbildung und erklären, wie Du auch ohne Abschluss den ersten Job findest.
- Und wir begleiten Dich Schritt für Schritt auf Deinem Karriereweg vom Quereinstieg bis zur Fachkraft.
So bekommst Du nicht nur Antworten, sondern auch Orientierung und Sicherheit für Deine Zukunft in der Pflege.
Ja, Du kannst tatsächlich ohne Ausbildung in der Pflege arbeiten, allerdings nicht in allen Bereichen. Stell Dir vor: Du betrittst an Deinem ersten Arbeitstag ein Pflegeheim — die Luft riecht nach Kaffee, das Lachen einer Bewohnerin hallt durch den Flur, und vor Dir steht eine Kollegin, die Dir die Hand reicht und sagt: „Keine Sorge, wir zeigen Dir, wie’s geht.“
In Deutschland und Österreich gibt es Einstiegspfade in die Pflege, die keine dreijährige oder formale Pflegeausbildung voraussetzen. Diese Wege heißen oft „Pflegehilfskraft“, „Betreuungsassistent:in“ oder (in verkürzten Kursen) Pflegehelfer-Ausbildungen und viele Einrichtungen ermöglichen Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger eine praxisnahe Einarbeitung direkt im Arbeitsalltag.
Was bedeutet “ohne Ausbildung” in der Pflege?
„Als Quereinsteiger musst du nicht unbedingt die dreijährige Ausbildung machen. Neben Pflegefachkräften gibt es in der Altenpflege viele unterstützende Tätigkeiten, die keine Ausbildung voraussetzen.“ — Malteser: Quereinstieg in der Altenpflege
„Ohne Ausbildung“ heißt nicht „ohne Lernen“. Meist bedeutet es: Du bringst keine staatlich anerkannte, mehrjährige Berufsausbildung mit, aber Du kannst dennoch eingesetzt werden nach einer kürzeren innerbetrieblichen Einarbeitung, einem Lehrgang (z. B. 100–200 Unterrichtsstunden) oder einer einjährigen Helfer-Ausbildung.
Deine Aufgaben konzentrieren sich in der Regel auf Begleitung, Hilfe bei Alltagsaktivitäten, hauswirtschaftliche Unterstützung und teilweise auch Grundpflege. Medizinisch-komplexe Maßnahmen bleiben Pflegefachkräften vorbehalten oder dürfen nur unter Anordnung und Aufsicht ausgeführt werden.
Rechtliche Grundlagen in Deutschland
Das Sozialgesetzbuch XI (SGB XI) bildet den rechtlichen Rahmen der Pflegeversicherung und regelt, wie Pflegeleistungen organisiert und vergütet werden. Es bestimmt jedoch nicht jede einzelne Berufsbezeichnung. In der Praxis existieren vielfältige Berufsbilder (Pflegehilfskraft, Alltagsbegleitung, Betreuungskraft). Pflegedienste dürfen Personal beschäftigen, das für bestimmte Aufgaben ausreichend eingewiesen ist, solange Qualität und Sicherheit gewährleistet sind.
Rechtliche Grundlagen in Österreich
In Österreich ist das Gesundheits- und Krankenpflegegesetz (GuKG) die zentrale Rechtsquelle für Pflegeberufe. Dort sind Assistenzrollen — etwa Pflegeassistenz — mit klar definiertem Tätigkeitsbereich und Vorgaben verankert; manche Assistenzausbildungen (z. B. einjährige Pflegeassistenz) sind staatlich geregelt und setzen Mindestanforderungen an Sprache, Gesundheit und Vertrauenswürdigkeit voraus.
Durch Novellen und Reformen (z. B. GuKG-Novellen seit 2022/2023) wurden Einsatzbereiche der Assistenzberufe klarer geregelt, um Versorgungslücken zu schließen. In Österreich ist der Übergang in Assistenzberufe oft formalisiert. Trotzdem gibt es auch dort Beschäftigungsmöglichkeiten mit kürzeren Qualifizierungen oder innerbetrieblichen Schulungen.
Welche Voraussetzungen gelten?
Wenn Du den Weg in die Pflege ohne (vollständige) dreijährige Ausbildung gehen willst, sind diese vier Punkte zentral, quasi Vier Schlüssel, die Dir die Tür öffnen.
Mindestalter
Je nach Kurs/Träger schwankt das Mindestalter: Für viele ein- bis zweijährige Hilfsausbildungen oder Kurse gilt häufig 17–18 Jahre, in manchen Programmen sind Ausnahmen möglich. Informiere Dich beim konkreten Anbieter, denn Lehrgänge und Einrichtungen haben eigene Regeln.
Deutschkenntnisse
Gute Sprachkenntnisse sind essentiell, nicht nur um Anweisungen zu verstehen, sondern um Zuwendung, Gespräche und Dokumentation sicherzustellen. Für Pflegeassistenz-Ausbildungen in Österreich wird oft B1–B2 gefordert; in der Praxis verlangen viele Arbeitgeber solide Deutschkenntnisse (je nach Einsatz B1 oder B2). Für bestimmte Registrierungen (z. B. Gesundheitsberuferegister) gelten klare Vorgaben.
Erfahrung (z. B. Angehörigenpflege)
Erfahrung — ob aus der Betreuung eines Familienmitglieds oder durch ehrenamtliche Arbeit — ist nicht zwingend nötig, aber ein echter Pluspunkt. Manche Träger verkürzen Ausbildungszeiten oder bevorzugen Bewerberinnen und Bewerber mit praktischer Erfahrung. Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger werden oft über Praktika, Einarbeitungsphasen oder verkürzte Kurse qualifiziert.
Gesundheitliche Eignung
Pflegearbeit kann körperlich und psychisch belastend sein. Vor Beginn ist eine arbeitsmedizinische Vorsorge / Einstellungsuntersuchung üblich: Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen holen oft ärztliche Atteste ein und prüfen Impfstatus (z. B. Masernnachweis, Hepatitis-B-Empfehlungen) sowie die generelle Eignung. Manche Ausbildungen verlangen ein frisches ärztliches Attest als Teilnahmevoraussetzung.
Kurz zusammengefasst — was Du praktisch tun kannst
- Einarbeitungsplätze suchen: Viele Träger stellen Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger ein, oft mit interner Einarbeitung oder kurzen Kursen.
- Kurse prüfen: DRK, Volkshochschulen, Bildungseinrichtungen (z. B. Rotes Kreuz, BFI, WIFI, Caritas), Wohlfahrtsverbände oder private Anbieter haben Kurzqualifikationen (100–200 UE) und einjährige Helfer-Ausbildungen.
- Sprachniveau & Gesundheit klären: Sorge für die nötigen Sprachnachweise (mind. B1/B2 je nach Land) und für Impf/ärztliche Unterlagen.
- Langfristig denken: Wenn Dir die Arbeit gefällt, sind Aufstiege möglich, z. B. zur Pflegeassistenz oder später zur Pflegefachkraft via Weiterqualifizierung.
Stell Dir vor: Mia, Mitte 40, hat sich nach einem Jobwechsel in der Pflege entschieden. In einem kleinen Pflegeheim in Deutschland beginnt sie als Pflegehilfskraft – ohne eine vollständige dreijährige Ausbildung. Jeden Morgen begrüßt sie Frau Schmidt, 87 Jahre alt, mit einem Lächeln: „Guten Morgen, Frau Schmidt. Wie geht’s denn heute?“ Während Mia ihr beim Aufstehen hilft, spürt sie: Diese Arbeit bedeutet mehr als nur Dienst nach Vorschrift, hier geht es um Menschen, ihre Würde und kleinen Alltagssiege.
Am Nachmittag begleitet Mia Herrn Keller im Wiener Pflegeheim bei seinem Spaziergang im Garten. Er erzählt von früheren Zeiten, sie hört zu, reicht Tee und achtet darauf, dass er gut sitzt und nichts vergisst. Diese Begleitung ist ein wichtiger Teil ihres Jobs.
Doch dann kommt der Abenddienst und Mia weiß: Wenn Herr Keller plötzlich stark schwitzt oder Luftnot bekommt, dann bleibt diese Situation nicht in ihrem Aufgabenbereich. Sie informiert die examinierte Pflegefachkraft, denn gewisse medizinische Maßnahmen dürfen von ihr nicht übernommen werden.
Diese Geschichte zeigt: Der Alltag einer Pflegehilfe ist geprägt von Nähe und Unterstützung, aber auch von klaren Grenzen.
Hier ein Überblick, bevor wir uns genauer mit den Details beschäftigen:
Tätigkeiten, die erlaubt sind
Unter Deinem Job als Pflegehilfe könnten verschiedene Aufgaben gehören. Du bist quasi die Alltagsbrücke, die dafür sorgt, dass Menschen gut durch ihren Tag kommen:
Grundpflege (Waschen, Ankleiden, Essen reichen):
- Du hilfst beim Aufstehen, beim Waschen, beim Zähneputzen oder Duschen, also all den Dingen, die zum persönlichen Wohlbefinden dazugehören.
- Du unterstützt beim Ankleiden, beim Aus-und-Umziehen.
- Beim Frühstück oder Mittagessen reichst Du Tee, Nachtisch oder hilfst beim Essen, wenn jemand nicht mehr so gut alles allein schafft.
- Du achtest auf Flüssigkeitsaufnahme: ein Glas Wasser mehr, ein Tee zwischendurch, ein freundliches Wort.
Begleitung & Alltagsunterstützung:
- Du spazierst mit Bewohnerinnen und Bewohnern, liest vor, spielst Karten oder bringst ein Stück Alltag in ihren Tag – Gesprächspartnerin bzw. Gesprächspartner, Zuhörerin bzw. Zuhörer, Begleitung.
- Du unterstützt bei hauswirtschaftlichen Tätigkeiten: Tisch decken, Geschirr wegräumen, vielleicht beim Aufräumen oder kleinen Besorgungen.
- Du beobachtest: Wie wirkt Frau Meier heute? Wirkt sie müde, anders? Du gibst Hinweise weiter, ohne die Verantwortung zu übernehmen, aber aufmerksam zu sein.
Tätigkeiten, die nicht erlaubt sind
Auch wenn Dein Herz für Pflege schlägt, gibt es klare Linien: Du bist Begleiter oder Begleiterin am Weg, aber nicht diejenige, die die Wege absperrt oder Kreuzungen überwacht. Einige medizinische Kreuzungen gehören anderen.
- Medikamente verabreichen: Das alleinige (oder eigenständige) Verabreichen oder Spritzensetzen gehört in der Regel nicht zu Deinem Aufgabenbereich.
- Medizinische Eingriffe: Wundversorgung, Katheterwechsel, Beatmungsüberwachung oder komplexe Maßnahmen bleiben Fachkräften vorbehalten.
- Pflegeplanung: Die Erstellung von Pflegeplänen, eigenständige Diagnosen oder Entscheidungen über Maßnahmen sind Aufgabe der Pflegefachkräfte. Du gibst Hinweise weiter, bist Teil des Teams, aber planst nicht selbstständig.
Unterschied zwischen Pflegehelfer, Pflegeassistenz & Pflegefachkraft
Damit Du den Unterschied klarer siehst, haben wir hier eine Übersicht für Dich:
- Mia in der Rolle als Pflegehelferin ohne volle Ausbildung
- Dann „Alex“ als Pflegeassistenz
- Und „Lea“ als Pflegefachkraft
Stell Dir vor: Es ist Montagmorgen, die Sonne blinzelt durchs Fenster des Pflegeheims. Anna, Quereinsteigerin, hat gerade den Frühdienst begonnen. Sie hilft beim Aufstehen, reicht Frühstück, wechselt ein paar liebe Worte und weiß, dass sie einen wertvollen Beitrag leistet. Doch während sie die Kaffeetassen einsammelt, fragt sie sich: Was verdiene ich eigentlich für diese Arbeit und ist das in Österreich oder Deutschland unterschiedlich?
Durchschnittsgehälter in Deutschland (2025)
Pflegehelfer und Pflegehelferinnen verdienen in Deutschland stepstone.de zufolge meist zwischen 2.166 und 3.000 Euro brutto im Monat, durchschnittlich 33.900 Euro im Jahr – je nach Region, Arbeitgeber, Ausbildung und Erfahrung.
Durchschnittsgehälter in Österreich (2025)
Auch in Österreich hängt das Gehalt von mehreren Faktoren ab: Je nach Region, Arbeitgeber, Ausbildung und Erfahrung liegt das Bruttogehalt eines Pflegehelfers laut karriere.at einer Pflegehelferin oder eines Pflegehelfers meist bei 1.521 bis 2.536 Euro brutto im Monat.
Es ist früher Morgen, und Anna sitzt am Küchentisch mit einer Tasse Kaffee. Sie scrollt durch Jobseiten – AMS, Jobportale, verschiedene Pflegeeinrichtungen – doch nichts passt so richtig. Sie seufzt, bis sie zufällig auf noracares stößt. Dort sucht eine Familie in Wien eine liebevolle Unterstützung für ihre Mutter – keine Ausbildung nötig, aber Herz, Geduld und Zuverlässigkeit.
Anna schreibt, ehrlich und offen, dass sie ihren Großvater gepflegt hat und sich die Arbeit im Alltag gut vorstellen kann. Zwei Wochen später steht sie in der Wohnung der Familie, wird eingelernt und merkt: Das hier liegt mir wirklich.
So oder so ähnlich beginnen viele Wege in die Pflege. Denn der Einstieg ist heute viel offener und menschlicher geworden als früher.
noracares ist dabei ein echter Geheimtipp: eine Plattform, auf der private Familien und Pflegebedürftige selbst nach Helferinnen und Pflegehelfern suchen – ganz ohne lange Bewerbungsprozesse. Hier zählen Mitgefühl, Vertrauen und Persönlichkeit oft mehr als ein Zeugnis. Du kannst dort individuelle Jobs in Privathaushalten finden, in Teilzeit oder Vollzeit, oft mit direkter Einarbeitung.
Aber auch die klassischen Wege können sich lohnen:
- Über das AMS findest Du viele Inserate von Pflegeheimen, mobilen Diensten und Sozialträgern, die Quereinsteiger:innen aktiv fördern.
- Pflegeeinrichtungen, Spitäler und Sozialdienste bieten interne Schulungen oder bezahlte Einarbeitungsprogramme an.
- Und manchmal reicht schon ein persönlicher Anruf beim Pflegeheim um die Ecke, um zu erfahren, dass genau dort jemand wie Du gesucht wird.
Bewerbungstipps für Quereinsteiger
Vielleicht fragst Du Dich: Wie soll ich mich bewerben, wenn ich keine Ausbildung habe? Ganz einfach – indem Du zeigst, wer Du bist.
- Lebenslauf ohne Ausbildung: Mach ihn ehrlich und klar. Statt Lücken zu kaschieren, betone Deine Motivation und Deine Lernbereitschaft. Wenn Du Angehörige gepflegt hast oder im Alltag Verantwortung übernommen hast, schreib das hinein, denn es ist eine wertvolle Erfahrung!
- Erfahrung hervorheben: Jede Stunde, die Du mit einem pflegebedürftigen Menschen verbracht hast, zählt. Ob Du Oma beim Waschen geholfen hast oder Nachbarn beim Einkaufen unterstützt hast. Das zeigt, dass Du Geduld, Empathie und Belastbarkeit mitbringst.
- Motivationsschreiben: Schreib persönlich, nicht perfekt. Erzähl, warum Dir die Arbeit mit Menschen Freude macht, und dass Du bereit bist, Neues zu lernen. Pflegeeinrichtungen suchen Menschen mit Herz: Kein formelles Anschreiben kann das besser ausdrücken als Deine eigene Geschichte.
Ein Satz wie „Ich möchte Menschen den Alltag erleichtern und ein Stück Geborgenheit schenken“ wirkt oft stärker als jedes Fachwort.
Am Ende zählt nicht, wo Du anfängst, sondern dass Du anfängst. Die Pflege ist einer der wenigen Berufe, in denen Du mit Mitgefühl, Einsatzbereitschaft und Offenheit mehr bewegen kannst, als jedes Zertifikat beweist. Und wer weiß, vielleicht sitzt Du schon bald an Deinem ersten Arbeitstag im Aufenthaltsraum, und jemand reicht Dir die Hand und sagt: „Willkommen im Team. Wir zeigen Dir, wie’s geht.“
Stell Dir vor: Du stehst an einer Wegkreuzung — links führt ein schmaler Pfad direkt in die praktische Arbeit als Pflegehelfer bzw. Pflegehelferin, rechts steigt ein gut gepflegter Treppenweg hinauf zu anerkannten Ausbildungen und Abschlüssen. Beide Wege sind real, beide haben ihre Reize.
Einstieg ohne Ausbildung
Der Türöffner heißt oft Pflegehelfer / Abteilungshilfe / Stationshilfe: Du lernst im Team, hilfst bei der Grundpflege, den Mahlzeiten, beim Ankleiden und beim Begleiten der Bewohnerinnen und Bewohner. Viele Einrichtungen stellen Quereinsteiger:innen ein und qualifizieren sie on-the-job, also Lernen zwischen Kaffeepausen und Dienstübergabe, mit einer Hand, die Dir zeigt, wie es geht. (Allgemeine Praxis in Einrichtungen.)
Kurz: der Einstieg ist praktisch, menschlich und sofort wirksam und oft der beste Weg, um zu merken, ob die Pflege wirklich zu Dir passt.
Weiterbildungsmöglichkeiten
Pflegebasiskurs
Ein kompakter Einstiegskurs, der Grundlagen der Pflege vermittelt (Hygiene, Grundpflege, Kommunikation, Dokumentation). Solche Basiskurse dauern typischerweise mehrere Wochen bis Monate (z. B. 100–240 UE) und enden mit einem Zertifikat — ideal, um fachlich sicherer im Alltag zu werden.
Betreuungskraft nach §43b SGB XI
Diese Zusatzqualifikation richtet sich an Personen, die Bewohner:innen aktivieren und sozial begleiten möchten (z. B. Aktivierungsangebote, Beschäftigung, Demenzbegleitung). Die Kurse sind in Umfang und Ziel klar definiert und stärken Deine Rolle in der Alltagsbegleitung.
Heimhilfe (Österreich)
In Österreich gibt es die Ausbildung zur Heimhilfe (ca. 3,5–6 Monate, ~400 Stunden), eine staatlich anerkannte Kurzqualifikation, die praktische Betreuung, hauswirtschaftliche Unterstützung und grundlegende Pflegeaufgaben umfasst — perfekt für den schnellen Einstieg.
Ausbildungsmöglichkeiten (1–3 Jahre)
Wenn Du willst, kannst Du mit klaren, staatlich geregelten Abschlüssen die Treppe hinaufsteigen:
- Pflegeassistenz (1 Jahr, AT): Eine einjährige Vollzeitausbildung (ca. 1.600 Stunden), formal im GuKG verankert; Du erwirbst erweiterte Kompetenzen zur Unterstützung in der Pflegepraxis.
- Pflegefachassistenz (2 Jahre, AT): Zweijährige, vertiefende Ausbildung mit umfangreicher Praxis; öffnet Türen zu fixen Jobs in Spitälern und Pflegeeinrichtungen. Viele Länder fördern die Ausbildung (z. B. Ausbildungen mit Ausbildungsprämien).
- Pflegefachkraft (3 Jahre, DE/AT): Die klassische dreijährige Berufsausbildung (staatlich geprüft) zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann: umfassende Theorie und Praxis, eigenverantwortliche Pflege, Medikamentengabe, Pflegeplanung. Dieser Abschluss verändert Deine Verantwortung und Deine Karrierechancen grundlegend.
Es ist ein frischer Montagmorgen. Mia und Anna sitzen mit einer Tasse Kaffee nebeneinander im Aufenthaltsraum ihres neuen Jobs. Beide haben den Weg in die Pflege ohne abgeschlossene Ausbildung gewählt und jede von ihnen spürt die Vor- und Nachteile ihres Einstiegs hautnah.
Vorteile
Nachteile
Mia und Anna wissen: Der Einstieg ohne Ausbildung ist der erste Schritt, schnell, praktisch und menschlich. Aber wer weiterkommen will, muss lernen, sich weiterbilden und nach oben klettern.
Der Weg als Pflegehelfer ohne Ausbildung mag auf den ersten Blick unsicher wirken, doch die Realität zeigt: Es gibt viele Türen, die für Dich offenstehen. Du kannst sofort in der Pflege starten, wertvolle Erfahrungen sammeln und Menschen im Alltag unterstützen. Klar, das Gehalt ist oft niedriger und die Aufgaben sind begrenzter als bei einer ausgebildeten Pflegefachkraft, aber: Dein Einstieg ist möglich, sinnvoll und gefragt.
Das Wichtigste: Du musst Dich nicht allein durch diesen Dschungel kämpfen. Nutze die vielen Jobangebote, informiere Dich bei offiziellen Stellen oder finde Deinen Traumjob auf noracares und überlege Dir, welche Weiterbildungen für Dich spannend sind. So machst Du aus einem ersten Schritt ohne Ausbildung einen soliden Karriereweg mit echten Perspektiven.
Wenn Pflege für Dich mehr als nur ein Job ist, dann fang an – auch ohne Ausbildung. Die Branche braucht Menschen wie Dich, die mit Herz und Motivation dabei sind!
- Heimhilfe: Die Kurzqualifikation in Österreich (ca. 400 Stunden), die Quereinsteiger:innen primär für die Unterstützung bei der Haushaltsführung und Grundversorgung qualifiziert.
- Pflegehilfskraft: Ein Sammelbegriff für Beschäftigte in der Pflege, die ohne formalen Abschluss tätig sind. Ihre Aufgaben konzentrieren sich auf Begleitung und Grundpflege.
- Pflegeassistenz (PA): Die formalisierte, einjährige Ausbildung (ca. 1.600 Stunden in Österreich), die zu erweiterten Kompetenzen in der Pflegepraxis berechtigt.
- Pflegefachkraft (DGKP/Examiniert): Die höchste Qualifikationsebene in Deutschland und Österreich (3 Jahre Ausbildung), die eigenverantwortliche Pflege und medizinische Tätigkeiten umfasst.
- Quereinsteiger:in: Eine Person, die aus einer anderen Branche kommt und ohne formale Vorbildung in die Pflege einsteigt.
- TVöD: Der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst in Deutschland, der die Gehälter und Arbeitsbedingungen in vielen Krankenhäusern und öffentlichen Pflegeeinrichtungen regelt.
- AMS / WAFF: Wichtige Förderstellen in Österreich (Arbeitsmarktservice / Wiener Arbeitnehmer:innen Förderungsfonds), die Aus- und Weiterbildungen (oft kostenlos mit Vergütung) in der Pflege finanziell unterstützen.
- Grundpflege: Die nicht-medizinischen, alltäglichen Tätigkeiten, die zur Selbstversorgung gehören (Körperpflege, Anziehen, Essen reichen, Mobilität).
- Betreuungskraft nach §43b SGB XI (Deutschland): Eine Zusatzqualifikation, die sich auf die Aktivierung, Betreuung und soziale Begleitung von Bewohner:innen konzentriert (oft für Quereinsteiger:innen relevant).
- Work-Life-Balance: Das angestrebte Gleichgewicht zwischen beruflichen Anforderungen und persönlichem Leben, das durch flexible Arbeitszeitmodelle (Teilzeit, Wunschdienste) in der Pflege gefördert werden soll.