Die besten Hausmittel in der Pflege: Sanfte Hilfe im Alltag

Stell Dir vor, es ist ein grauer Dienstagmorgen: Deine pflegebedürftige Mutter klagt über ein Kratzen im Hals, und Dein Vater fühlt sich durch seine steifen Gelenke heute besonders unwohl. Im Pflegealltag sind es oft genau diese „kleinen“ Beschwerden, die den größten Sand im Getriebe verursachen und den gewohnten Ablauf erschweren.

 

Frau in einer modernen Küche bereitet natürliche Kosmetik mit Honig, Kräutern und Salz zu

 

Während die moderne Medizin im Jahr 2026 beeindruckende Fortschritte macht, wissen wir heute mehr denn je: Viel hilft nicht immer viel. Gerade bei älteren oder chronisch erkrankten Menschen führt die Einnahme zahlreicher Medikamente oft zu einem Kreislauf aus Wechsel- und Nebenwirkungen. Deshalb rückt das Wissen um altbewährte Hausmittel wieder stärker in den Fokus – nicht als Ersatz, sondern als liebevolle und wirksame Ergänzung zur Schulmedizin.

In diesem Artikel nehmen wir Dich an die Hand. Du erfährst, wie Du die Kraft der Natur sicher, verantwortungsbewusst und alltagstauglich in Deinen Pflegealltag integrierst. Hausmittel sind weit mehr als nur „alte Rezepte“ aus Urgroßmutters Zeiten: Sie sind Ausdruck von Zuwendung, Geborgenheit und kleinen Ritualen, die den Tag leichter machen können.

Ganz gleich, ob Du als pflegende:r Angehörige:r nach sanfter Linderung suchst oder als professionelle Kraft Dein Repertoire erweitern möchtest: Diese Methoden schenken Deinen Liebsten neue Lebensqualität – und Dir das gute Gefühl, aktiv etwas für ihr Wohlbefinden tun zu können.

 

Was sind Hausmittel in der Pflege?

Bevor wir in die praktische Anwendung eintauchen, klären wir eine wichtige Frage: Was genau meinen wir, wenn wir von Hausmitteln sprechen? Im Jahr 2026 verstehen wir Hausmittel als Teil der Komplementärpflege. Es sind einfache, bewährte Anwendungen, die Du mit Dingen durchführen kannst, die Du oft schon in Deiner Küche oder Vorratskammer hast.

 

Zwei Gläser mit frisch gebrühtem Kräutertee, dekoriert mit frischen Blättern

 

Der feine Unterschied: Hausmittel vs. Naturheilmittel

Damit Deine Angehörigen sicher bleiben, lohnt sich diese Abgrenzung:

  • Hausmittel: „Alltagshelfer“ wie Quarkwickel bei Entzündungen oder Kamillentee. Meist unverarbeitet und direkt einsatzbereit.
     
  • Naturheilmittel (Phytopharmaka): Standardisierte Präparate (z. B. hochkonzentrierte Extrakte als Kapseln/Tabletten). Sie wirken häufig wie Medikamente und sollten mit Ärzt:in/Apotheke abgesprochen werden.

Die 4 Kategorien der Hausmittel

Um den Überblick zu behalten und Hausmittel sicher anzuwenden, lassen sie sich im Pflegealltag in vier zentrale Bereiche einteilen. Jede Kategorie hat ihren eigenen Schwerpunkt und eignet sich für unterschiedliche Beschwerden und Situationen.

1. Innere Anwendung - Tees, Kräuterauszüge und warme Getränke

Hausmittel zur inneren Anwendung wirken von innen heraus und werden meist als Tee oder Aufguss genutzt. Sie eignen sich besonders bei leichten Beschwerden wie Halsschmerzen, Verdauungsproblemen, Appetitlosigkeit oder innerer Unruhe.

Typische Einsatzbereiche:

  • Reizungen der Schleimhäute (z. B. Salbei bei Halsweh)    
  • Verdauungsbeschwerden (z. B. Fenchel, Kamille)    
  • Leichte Einschlafprobleme (z. B. beruhigende Kräutertees am Abend)    
  • Kreislaufschwäche (z. B. milder Ingwertee)    

Wichtig im Pflegealltag:

  • Immer auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten    
  • Tees mild dosieren und langsam einführen    
  • Bei mehreren Medikamenten mögliche Wechselwirkungen bedenken    

2. Äußere Anwendung - Wickel, Auflagen und Kompressen

Diese Hausmittel wirken direkt am Körper und sind besonders wertvoll, wenn Wärme oder Kälte gezielt eingesetzt werden soll. Sie fördern die Durchblutung, lindern Schmerzen oder wirken abschwellend.

Typische Einsatzbereiche:

  • Fieber (z. B. Wadenwickel bei leicht erhöhter Temperatur)    
  • Muskel- und Gelenkschmerzen (z. B. Kartoffelwickel)    
  • Schwellungen oder Entzündungen (z. B. Quarkwickel)    
  • Verspannungen im Nacken- oder Rückenbereich    

Wichtig im Pflegealltag:

  • Temperatur immer prüfen (nicht zu heiß oder zu kalt)    
  • Haut vorher und nachher beobachten    
  • Bei Durchblutungsstörungen oder sensibler Haut vorsichtig sein    

3. Badezusätze & Inhalationen - Teilbäder, Vollbäder und Dampfanwendungen

Wasseranwendungen verbinden körperliche Linderung mit Entspannung und eignen sich gut als pflegerische Rituale. Sie können sowohl körperliche Beschwerden als auch innere Unruhe positiv beeinflussen.

Typische Einsatzbereiche:

  • Juckreiz und trockene Haut (z. B. Haferflockenbad)    
  • Erkältungen und Schnupfen (z. B. Kamillendampfbad)    
  • Muskelverspannungen (z. B. warmes Kräuterbad)    
  • Kalte Füße oder Durchblutungsprobleme (z. B. Fußbäder)    

Wichtig im Pflegealltag:

  • Wassertemperatur an Alter und Kreislauf anpassen    
  • Badezeit begrenzen (meist 10–20 Minuten)    
  • Nach dem Bad gut abtrocknen und ggf. eincremen    

4. Einreibungen & Aromapflege - Sanfte Berührung, Düfte und pflegende Öle

Diese Kategorie verbindet körperliche Pflege mit emotionaler Wirkung. Sanfte Einreibungen und Düfte können beruhigen, entspannen und Nähe schaffen – besonders wertvoll bei Unruhe, Schlafproblemen oder Stress.

Typische Einsatzbereiche:

  • Einschlafrituale und Abendruhe (z. B. Lavendelduft)    
  • Leichte Verspannungen durch sanfte Massagen    
  • Beruhigung bei innerer Unruhe oder Anspannung    
  • Pflege trockener Haut nach dem Baden    

Wichtig im Pflegealltag:

  • Ätherische Öle immer stark verdünnt anwenden    
  • Verträglichkeit vorher testen    
  • Düfte sparsam einsetzen, da Gerüche im Alter intensiver wahrgenommen werden    

 

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Noras Tipp: Nicht jedes Hausmittel passt zu jeder Situation. Oft ist es die Kombination aus richtiger Kategorie, sanfter Anwendung und liebevoller Aufmerksamkeit, die den Unterschied macht. Wenn Du unsicher bist, starte lieber mild – und hole Dir Unterstützung durch erfahrene Betreuungskräfte über noracares, die Dich im Pflegealltag sicher begleiten.

 

 

Natürliche Unterstützung im Pflegealltag

Frau hält eine Flasche und tropft Kräutertropfen in eine Emaille-Tasse

 

Warum Hausmittel 2026 wertvoller sind denn je

Hausmittel gehören in vielen Familien in Österreich und Deutschland zur gelebten Alltagspraxis. Sie verbinden Generationen und stehen für ein tiefes Vertrauen in natürliche Unterstützung. In einer Zeit, in der 2026 verstärkt integrative Pflege im Mittelpunkt steht, bieten sie eine sanfte Antwort auf leichte Beschwerden wie Gelenkverspannungen, Hautirritationen oder Einschlafprobleme.

Besonders in der Pflege von Senior:innen oder chronisch kranken Menschen sind diese Anwendungen mehr als nur „Medizin“: Sie sind ein Zeichen von Aufmerksamkeit, Fürsorge und Nähe.

Wissenschaftlicher Hintergrund: Hausmittel sicher einordnen (EU-weit gültig)

Viele bekannte Hausmittel und Heilpflanzen sind in Europa wissenschaftlich dokumentiert und regulatorisch eingeordnet. Ihre Anwendung basiert nicht auf Mythen oder ungesicherten Empfehlungen, sondern auf traditioneller Nutzung, pharmakologischer Bewertung und klaren Sicherheitskriterien.

Eine zentrale Rolle spielen dabei die Pflanzenmonografien der European Medicines Agency (EMA). Sie bewerten Heilpflanzen nach einheitlichen EU-Standards und unterscheiden zwischen:

  • traditioneller Anwendung bei leichten Beschwerden
  • gut belegter medizinischer Nutzung
  • sowie klaren Grenzen, ab denen ärztliche Abklärung notwendig ist

Ergänzend findest Du verständlich aufbereitete, fachlich geprüfte Informationen in anerkannten Portalen für den deutschsprachigen Raum:

Was das für Dich im Pflegealltag bedeutet

Du nutzt keine „Wundermittel“, sondern greifst auf EU-weit anerkannte, fachlich eingeordnete Hausmittel zurück. Voraussetzung bleibt immer: milde Anwendung, genaue Beobachtung und das Wissen, wann natürliche Unterstützung endet und medizinische Hilfe notwendig ist.

Noras Hinweis

Diese Quellen ersetzen keine ärztliche Diagnose – sie geben Dir jedoch Orientierung, Sicherheit und Fachwissen, um Hausmittel verantwortungsvoll, informiert und im Einklang mit der medizinischen Versorgung einzusetzen.

Hausmittel im Spiegel der Zahlen

Das Vertrauen in natürliche Unterstützung ist hoch. Gleichzeitig gilt: Zahlen sind immer Momentaufnahmen und hängen von Studie/Umfrage ab. Entscheidend im Pflegealltag ist vor allem, dass Du Hausmittel sicher nutzt und Grenzen erkennst.

Die Vorteile auf einen Blick

 

Vorteile sanfter Hausmittel im Pflegealltag

Vorteil Warum es für Dich und Deine Angehörigen hilfreich ist
Milde Wirkung Schonend für den oft empfindlichen Organismus im Alter
Gute Verträglichkeit Häufig weniger Nebenwirkungen als viele synthetische Mittel (bei richtiger Anwendung)
Sofortige Hilfe Viele Zutaten sind im Haushalt vorhanden
Ganzheitlicher Ansatz Wärme, Berührung und Rituale fördern Wohlbefinden
Stärkende Rituale Gemeinsame Anwendungen schaffen Vertrauen und emotionale Verbindung

 

Stärkende Rituale und emotionale Nähe

Gerade wenn Zeit und emotionale Kapazitäten knapp sind, können einfache Rituale eine echte Entlastung bringen: Ein Tee am Nachmittag, ein warmes Fußbad am Abend oder ein kurzer Wickel-Moment. Diese Inseln im Alltag geben Struktur, nehmen Hektik heraus und vertiefen die pflegerische Beziehung.

 
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Noras Tipp: Wir bei noracares wissen: Manchmal ist das wirkungsvollste „Hausmittel“ keine Pflanze und kein Wickel – sondern ein Mensch mit Zeit, Herz und Verständnis. Auf noracares findest Du genau die Pflegekraft, die zu Deiner Situation passt: zuverlässig, empathisch und kompetent.

 

Wann Hausmittel an ihre Grenzen stoßen: Klinische Warnzeichen & Sicherheit

Tasse mit einer Mischung aus getrockneten Kräutern und Blüten

 

Hausmittel können leichte Beschwerden lindern und Wohlbefinden fördern. Doch in der Pflege ist es lebenswichtig, zwischen einer Befindlichkeitsstörung und einer behandlungspflichtigen Erkrankung zu unterscheiden. Gerade bei Menschen mit Pflegebedarf kann der Gesundheitszustand bei geschwächtem Immunsystem oder eingeschränkter Kommunikationsfähigkeit (z. B. bei fortgeschrittener Demenz) innerhalb weniger Stunden kippen.

Klinische „Red Flags“: Warnzeichen, bei denen Hausmittel nicht ausreichen

 

Warnzeichen – wann sofort ärztliche Hilfe nötig ist

Symptom / Beobachtung Warum das kritisch sein kann Notwendige Maßnahme
Anhaltendes Fieber (> 38,5 °C) Risiko für Austrocknung, Kreislaufprobleme, Delir Ärztliche Abklärung (Infekt/Urosepsis ausschließen)
Akute Schmerzen oder asymmetrische Schwellungen Hinweis auf Thrombose, Fraktur oder akute Entzündung Sofort ärztlich abklären
Chronische oder infizierte Wunden Infektionsrisiko bis hin zur Sepsis Professionelles Wundmanagement
Plötzliche Verwirrtheit/Wesensänderung Kann z. B. auf Infekte, Schlaganfall, Elektrolytprobleme hinweisen Neurologisch/internistisch abklären
Zeichen von Dehydrierung (stehende Hautfalten) Gefahr für Kreislauf und Nierenfunktion Flüssigkeitsmanagement, ggf. Infusion/ärztliche Hilfe

 

Polypharmazie beachten (wichtig für Deine Sicherheit)

Viele ältere Menschen nehmen mehrere Medikamente gleichzeitig ein. Manche Hausmittel (z. B. bestimmte Kräuter oder hochkonzentrierte Extrakte) können Wechselwirkungen verursachen – etwa mit Blutverdünnern oder Herzmedikamenten. Sprich die Anwendung im Zweifel mit Ärzt:in oder Apotheke ab und nutze Hausmittel lieber mild und niedrig dosiert.

Noras Rat für Deine Praxis

Vertraue Deinem Bauchgefühl – und stütze es mit fachlichem Rat. Wenn Du Deine Liebsten zu Hause pflegst, gilt: Sicherheit geht vor. Lieber einmal zu viel telefonieren als eine kritische Veränderung übersehen.

Du musst diese Last der Entscheidung nicht alleine tragen. Betreuungspersonen über noracares bringen Erfahrung mit und unterstützen Dich dabei, Veränderungen richtig einzuordnen und den Überblick zu behalten.

 

Rechtlicher Rahmen: Was dürfen Pflegekräfte – und was nicht?

Wenn wir unsere Liebsten zu Hause pflegen, fließen Herz und Intuition oft in die Anwendung bewährter Hausmittel ein. Sobald jedoch eine professionelle Betreuungskraft oder Pflegefachperson Teil des Teams wird, gilt ein klarer gesetzlicher Rahmen. In Deutschland und Österreich ist geregelt, wo pflegerische Zuwendung endet und medizinische Behandlung beginnt.

 

„Eine ältere Frau sitzt lächelnd auf einem Stuhl und hält die Hände einer Pflegekraft, die ihr gegenübersitzt und mit ihr spricht.

Die gesetzliche Basis in Deutschland & Österreich

  • Deutschland: Pflegeberufegesetz (PflBG) – Pflegefachpersonen handeln eigenverantwortlich im pflegerischen Bereich und unterstützen Gesundheitserhaltung.
  • Österreich: Gesundheits- und Krankenpflegegesetz (GuKG) – unterscheidet eigenverantwortliche Pflege und Tätigkeiten nach ärztlicher Anordnung.

Überblick: Hausmittel in der professionellen Anwendung

 

Was Betreuungskräfte dürfen – und was nicht

Handlung Erlaubt? Einordnung im Alltag
Teezubereitung (z. B. Kamille) ✅ Ja Gesundheitsförderung/Ernährung
Wickel & Auflagen (z. B. Wadenwickel) ✅ Ja Physikalische Pflege, aber Vorsicht bei Durchblutungsstörungen
Ätherische Öle (Aromapflege) ✅ Bedingt Stark verdünnt, nur bei Verträglichkeit
Orale Tinkturen / Kräuterextrakte ❌ Nein Kann Arzneimitteltherapie sein, Interaktionsrisiko
Stellen einer Diagnose ❌ Nein Diagnose ist ärztliche Aufgabe

 

Warum diese Abgrenzung Deine Sicherheit schützt

„Natürlich“ wird schnell mit „harmlos“ verwechselt. Doch Patientensicherheit bedeutet auch, Wechselwirkungen zu vermeiden. Eine gute Pflegekraft respektiert Familientraditionen, achtet aber darauf, dass Hausmittel nicht mit der medizinischen Behandlung kollidieren.

Ein Moment aus dem Pflegealltag: Maria & Anna in Linz

Maria (71) lebt mit Demenz bei ihrer Tochter Anna in Linz. An einem kühlen Sonntagmorgen wirkt Maria unruhig, zittert und klagt über kalte Füße. Anna möchte sofort einen warmen Brustwickel mit ätherischen Ölen machen.

Die erfahrene Pflegekraft, die über noracares unterstützt, reagiert ruhig:  „Ein Wickel kann wohltuend sein. Aber lass uns zuerst Fieber messen und die Vitalwerte prüfen. Zittern kann auch ein Warnsignal sein.“

Beim Messen zeigt sich: 38,6 °C. Die Pflegekraft kontaktiert den ärztlichen Bereitschaftsdienst. Diagnose: beginnende Blasenentzündung, die bei Senior:innen oft Unruhe auslöst. Ein heißer Wickel hätte den Kreislauf zusätzlich belastet. Durch die fachliche Einschätzung kommt Maria rechtzeitig zur passenden Behandlung.

Noras Tipp: Vertrauen durch Teamarbeit

Die besten Pflegekräfte entscheiden nicht „über Deinen Kopf hinweg“, sondern mit Dir im Team. Wenn Du über noracares eine Betreuungskraft suchst, achte auf diese Balance: Wärme und Menschlichkeit, aber auch klinische Wachsamkeit.

 

Professionelle Unterstützung & Hausmittel: Was Du als Angehörige:r wissen musst

Pflegekraft berät eine Seniorin über ihre Medikamente in einer gemütlichen Wohnzimmerumgebung

 

Wenn Du Deine Liebsten zu Hause pflegst, bist Du das Herz des Haushalts. Du kennst Vorlieben, Gewohnheiten und kleine Zeichen am besten. Sobald Du Dir Unterstützung durch eine Betreuungskraft von noracares holst, bildet ihr ein Team.

Dabei ist gut zu wissen: Du darfst Hausmittel intuitiv anwenden, eine professionelle Kraft hat zusätzlich eine fachliche Verantwortung. Sie ist sozusagen Dein Sicherheits-Check und hilft Dir, Hausmittel sinnvoll und sicher einzubauen.

Zusammenarbeit auf Augenhöhe: Wer darf was?

 

Absprachen mit der Betreuungskraft

Bereich Das könnt ihr gemeinsam entscheiden Wann die Betreuungskraft „Stopp“ sagen muss
Wohlbefinden Tee (Kamille, Fenchel), sanfte Fußbäder, Dufttuch mit Lavendel Bei Verdacht auf Allergie/Unverträglichkeit
Linderung Wadenwickel bei leicht erhöhter Temperatur, Quarkwickel bei Schwellung Wenn Fieber hoch ist oder Haut geschädigt ist
Hautpflege Sanfte Pflege/Öl nach dem Bad Wenn medizinische Salben/Tinkturen nötig sind
Sicherheit Duftlampe zur Beruhigung Wenn Öle direkt auf die Haut sollen (Reizgefahr)

 

Warum Vorsicht ein Zeichen von Qualität ist

Wenn eine Pflegekraft bei einem Kräuter-Extrakt nachfragt, wirkt das manchmal bürokratisch. Tatsächlich ist es Schutz: Gerade bei mehreren Medikamenten können auch Hausmittel Einfluss haben. Eine gute Betreuungsperson hilft Dir, Risiken zu vermeiden, ohne Deine Familientraditionen kleinzureden.

Noras Tipp für Dich

Die perfekte Pflegekraft ist kein „Befehlsempfänger“, sondern ein Partner. Wenn Du über noracares jemanden suchst, achte darauf, dass die Chemie stimmt und ihr offen über Hausmittel sprechen könnt. So bekommst Du Sicherheit, ohne die Nähe zu verlieren.

 

16 bewährte Hausmittel im Pflegeeinsatz

Eine Glas­tasse mit heißem Ingwertee und Zitronenscheiben steht auf einem grünen Holztisch, umgeben von frischem Ingwer, Ingwerscheiben auf einem Teller, ganzen Zitronen und Limetten, einer kleinen Schale mit Honig und Honiglöffel sowie einem mit Schnur gebundenen Teeglas.

 

Manchmal sind es die kleinen Dinge, die den größten Unterschied machen: ein warmes Getränk, ein sanfter Wickel, ein beruhigender Duft oder ein Fußbad, das müde Beine wieder „weicher“ macht. Hausmittel können bei leichten Beschwerden helfen, den Tag wieder ein bisschen leichter zu machen. Sie ersetzen keine ärztliche Diagnose, aber sie können Wohlbefinden, Nähe und Entlastung schenken.

Quick-Check: So wendest Du Hausmittel sicher an

  • Starte klein: kurze Dauer, geringe Menge, milde Konzentration
  • Beobachte Reaktionen: Haut, Atmung, Kreislauf, Stimmung, Verhalten
  • Bei Demenz: achte besonders auf Unruhe, Abwehr oder Verwirrtheit
  • Bei offenen Stellen/Wunden: nur mit Vorsicht und ggf. Rücksprache
  • Bei mehreren Medikamenten: Interaktionen bedenken (Apotheke/Ärzt:in fragen)
  • Wenn Du unsicher bist: 116 117 (DE) oder 141/1450 (AT)

1. Salbeitee gegen Halsschmerzen

Wenn der Hals kratzt und das Schlucken unangenehm wird, kann Salbei sanft beruhigen und die Schleimhäute unterstützen.

Anwendung: 1 TL Salbei mit 250 ml heißem, nicht kochendem Wasser, 10 Minuten ziehen lassen. Trinken oder lauwarm gurgeln.

Hinweis: Nicht bei Epilepsie oder lange hochdosiert (Thujon).

2. Linden- oder Holunderblütentee bei leichtem Fieber

Wenn ein Infekt „im Anmarsch“ ist, kann ein warmer Blütentee dem Körper helfen, sich sanft zu regulieren.

Anwendung: 1–2 TL Blüten, 10 Minuten ziehen lassen, warm trinken.

Wichtig: Keine Wickel bei Schüttelfrost oder Fieber über 39 °C.

3. Kräuterbäder bei Gelenk- und Muskelschmerzen

Wenn Bewegungen steif sind oder Gelenke „ziehen“, bringen warme Kräuterbäder Entspannung.

Anwendung: 2–3 Tropfen Öl in Sahne/Milch emulgieren, ins 37 °C warme Bad, max. 20 Minuten.

Hinweis: Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorher abklären.

4. Kartoffelwickel bei Muskelverspannungen

Wenn Nacken, Rücken oder Schultern „zumachen“, kann Wärme lösen.

Anwendung: Kartoffeln kochen, zerdrücken, in Tuch, handwarm 20 Minuten auflegen.

5. Kamillendampfbad bei Schnupfen

Wenn die Nase dicht ist, kann Inhalieren die Atemwege entlasten.

Anwendung: 2 EL Kamille mit 1 Liter heißem Wasser, 10 Minuten inhalieren.

Hinweis: Nicht bei Asthma oder starkem Schwindel.

6. Quarkwickel bei Schwellungen & Entzündungen

Wenn etwas pocht, warm ist oder geschwollen wirkt, kann Kühlen rasch helfen.

Anwendung: Kühlen Quark auf Tuch, 20–30 Minuten auflegen.

7. Haferflockenbad bei Juckreiz & Ekzemen

Wenn Haut juckt oder spannt, beruhigt Hafer besonders sanft.

Anwendung: 100 g Haferflocken in Baumwollbeutel ins Bad, 15–20 Minuten baden.

8. Honig bei trockenen Lippen & kleinen Hautrissen

Wenn Lippen aufspringen, kann eine Schutzschicht Feuchtigkeit bewahren.

Anwendung: Dünn auftragen, einwirken lassen.

Hinweis: Bei offenen Wunden nur medizinischen Honig.

9. Flohsamenschalen bei Verstopfung

Wenn der Bauch drückt und der Toilettengang schwerfällt, helfen Flohsamenschalen oft sanft.

Anwendung: 1 TL in 250 ml Wasser, sofort trinken, danach ein Glas Wasser.

Wichtig: Nie trocken einnehmen (Verschluck/Erstickungsgefahr).

10. Kamille + Leinsamen bei empfindlicher Verdauung

Wenn die Verdauung „aus dem Takt“ ist, kann diese Kombination beruhigen.

Anwendung: 1 TL Leinsamen in lauwarmen Kamillentee, kurz quellen lassen, trinken.

11. Schwarzer Tee bei Juckreiz (äußerlich)

Wenn Juckreiz ständig stört, können Umschläge durch Gerbstoffe beruhigen.

Anwendung: Starken Schwarztee aufbrühen, abkühlen, Umschläge auflegen.

12. Ölziehen oder Kamillenspülung bei Mundtrockenheit

Ein trockener Mund ist unangenehm und kann die Mundgesundheit belasten.

Anwendung: Kamillentee lauwarm spülen oder 1 TL Öl im Mund bewegen (nicht schlucken).

Hinweis: Bei Schluckstörungen nur nach Rücksprache.

13. Lavendel zur Unterstützung bei Schlafproblemen

Wenn Unruhe das Einschlafen schwer macht, helfen Rituale.

Anwendung: Duftkissen, Duftlampe oder sanfte Einreibung (stark verdünnt).

14. Fenchel-Anis-Kümmel bei Appetitlosigkeit

Wenn Essen keinen Reiz hat, kann sanfte Verdauungsunterstützung den Appetit fördern.

Anwendung: Als Tee 20 Minuten vor den Mahlzeiten trinken.

15. Ingwertee zur Kreislaufanregung

Wenn jemand friert oder sich schlapp fühlt, kann Wärme von innen den Kreislauf unterstützen.

Anwendung: Ingwerscheiben mit heißem Wasser, 5–10 Minuten ziehen lassen.

Hinweis: Bei empfindlichem Magen oder Blutverdünnern nur nach Rücksprache.

16. Fußbäder zur Durchblutungsförderung & Fußpflege

Füße verdienen besondere Aufmerksamkeit, vor allem bei wenig Bewegung.

Anwendung: Warmes Fußbad (nicht heiß), 10–15 Minuten, ggf. Meersalz/Lavendel.

Pflege-Tipp: Sorgfältig abtrocknen und eincremen, besonders zwischen den Zehen.
 

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Noras Tipp: Hausmittel entfalten ihre Wirkung nicht im Sprint, sondern im Rhythmus. Ein Tee zur gleichen Tageszeit, ein abendliches Fußbad oder ein ruhiges Einschlafritual geben Struktur, Sicherheit und Geborgenheit. Genau diese kleinen Rituale machen Pflege menschlich und stärken Körper und Seele.

 

Noras Top 5 Lieblingsbücher rund um Hausmittel & Heilpflanzen

Diese fünf Bücher sind besonders empfehlenswert für alle, die Hausmittel im Pflegealltag sicher, verantwortungsvoll und alltagstauglich einsetzen möchten. Sie verbinden Tradition mit Übersicht, ohne zu überfordern oder falsche Heilversprechen zu machen.

 

Draufsicht auf eine Glastasse mit bernsteinfarbenem Ingwertee auf einem Holzuntersetzer, daneben frische Ingwerwurzel, eine ganze Zitrone, ein Glas Honig mit Honigquirl, zwei Löffel und ein violettes Tuch auf einer hellen, strukturierten Oberfläche mit verstreutem Gewürzpulver.

1. Karin Buchart – Hausmittel

Ein sehr zugängliches Buch mit klaren Anwendungen zum Lindern und Unterstützen im Alltag. Ideal für Angehörige, die schnell etwas Nachschlagen möchten, ohne medizinisches Vorwissen.

2. Andrew Chevallier – Das große Lexikon der Heilpflanzen

Das perfekte Nachschlagewerk, um Heilpflanzen richtig einzuordnen. Du findest typische Anwendungen, Wirkbereiche und kannst besser unterscheiden, was mild ist und was eher medizinische Begleitung braucht.

3. Susanne Mitterer - Das Kräuterbuch für die Hausapotheke

Besonders praxisnah aufgebaut: Welche Kräuter eignen sich für die Hausapotheke, wofür kannst Du sie nutzen und wie wendest Du sie richtig an? Sehr passend für den Pflegealltag zu Hause.

4. Katharina und Daniela Krug - Heimische Heilpflanzen – einfach erklärt

Ein ideales Einstiegsbuch. Weniger Theorie, mehr Klarheit. Perfekt, wenn Du Dich zum ersten Mal intensiver mit Heilpflanzen beschäftigst oder etwas Verständliches für die ganze Familie suchst.

5. Jörg Zittlau, Norbert Kriegisch und Dagmar Heinke - Die besten Hausmittel von A bis Z

Ein klassisches A–Z-Nachschlagewerk für typische Beschwerden. Besonders hilfreich, wenn im Alltag spontan Fragen auftauchen wie: „Was hilft bei …?“ – immer mit dem Blick auf Hausmittel als erste, sanfte Unterstützung.

 

Symptom → Hausmittel → Wann solltest Du ärztlichen Rat einholen?

Hausmittel sind im Pflegealltag oft der erste, natürliche Schritt, um leichte Beschwerden zu lindern. Sie können Rituale schaffen, Nähe vermitteln und das Wohlbefinden Deiner Liebsten unterstützen.

Wichtig: Hausmittel ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Wenn sich Beschwerden verschlimmern, länger anhalten oder Dir ungewöhnlich erscheinen, gilt immer: Sicherheit geht vor.

Orientierungshilfe für den Pflegealltag

 

Hausmittel & Warnsignale

Symptom Mögliches Hausmittel Wann ist ärztliche Abklärung wichtig?
Halsschmerzen Salbeitee, Kamillentee Bei starken Schmerzen, Fieber über mehrere Tage oder Schluckbeschwerden
Leichtes Fieber Linden-/Holunderblütentee Ab > 38,5 °C, bei Schüttelfrost, Verwirrtheit oder anhaltendem Fieber
Gelenk-/Muskelschmerzen Kräuterbad, Kartoffelwickel Bei plötzlichen, starken oder einseitigen Schmerzen, Schwellung, Rötung
Verspannungen Kartoffelwickel, warmes Bad Wenn Schmerzen zunehmen oder Bewegung stark eingeschränkt ist
Schnupfen/Erkältung Kamillendampfbad Bei Atemnot, Brustschmerzen oder starkem Krankheitsgefühl
Schwellungen Quarkwickel Wenn die Schwellung heiß, stark schmerzhaft oder einseitig ist
Juckreiz Haferflockenbad, Schwarztee Bei offenen Stellen, Nässen oder starkem Ausschlag
Trockene Haut/Hautrisse Honig, rückfettende Pflege Bei schlecht heilenden Wunden oder Infektionszeichen
Verstopfung Flohsamenschalen, Leinsamen Wenn länger als 3–4 Tage oder bei Schmerzen
Empfindliche Verdauung Kamille + Leinsamen Bei anhaltenden Bauchschmerzen, Blut im Stuhl oder Gewichtsverlust
Mundtrockenheit Kamillenspülung, Ölziehen Bei Schmerzen, Entzündungen oder Schluckproblemen
Schlafprobleme Lavendel, Abendrituale Bei starker Erschöpfung, Verwirrtheit oder längerem Schlafmangel
Appetitlosigkeit Fenchel-Anis-Kümmel Wenn Essen über Tage verweigert wird oder Gewicht sinkt
Kreislaufschwäche Ingwertee, warme Getränke Bei Schwindel, Stürzen, Ohnmacht oder Herzproblemen
Kalte Füße/Durchblutung Fußbäder Bei Taubheit, offenen Stellen oder Diabetes
Druckstellen an den Füßen Fußpflege, Eincremen Bei offenen Druckstellen oder Schmerzen beim Gehen

 

Noras Hinweis für Dich

Hausmittel sind oft der erste liebevolle Schritt, um Beschwerden zu lindern – und genau darin liegt ihre Stärke. Sie geben Dir das Gefühl, aktiv helfen zu können, ohne sofort zu Medikamenten greifen zu müssen.

Gleichzeitig gilt: 

  • Wenn Dein Bauchgefühl sagt „Das fühlt sich nicht richtig an“, ist das kein Versagen – sondern Verantwortung.
  • Ärztlicher Rat ist kein Gegenspieler von Hausmitteln, sondern ihre sichere Ergänzung.

Du musst diese Entscheidungen nicht alleine treffen. Betreuungskräfte über noracares unterstützen Dich dabei, Symptome richtig einzuordnen, Hausmittel sinnvoll einzusetzen und rechtzeitig professionelle Hilfe einzubeziehen – damit Deine Liebsten gut begleitet sind und Du Dich sicher fühlst.

Grafik von Krankenschwester Nora mit einem Stethoskop um den Hals und dem Text 'Noras Fazit' auf einem grünen Banner. Abschlussbemerkung oder Zusammenfassung im Gesundheitsbereich.

Hausmittel sind im Pflegealltag wie kleine Anker: Sie geben Struktur, vermitteln Nähe und können bei leichten Beschwerden sanft entlasten. Gerade in Haushalten, in denen ältere Menschen oder chronisch Erkrankte leben, zählen oft nicht nur „große“ Maßnahmen, sondern die vielen kleinen Momente, die den Tag leichter machen: ein warmer Tee zur richtigen Zeit, ein wohltuender Wickel, ein beruhigender Duft am Abend.

Wichtig ist dabei immer die richtige Einordnung: Hausmittel sind eine sinnvolle Ergänzung, wenn sie mild angewendetgut beobachtet und an die individuelle Situation angepasst werden. Sobald Warnzeichen auftreten, Schmerzen zunehmen oder Unsicherheit entsteht, ist es Stärke, nicht Schwäche, sich Unterstützung zu holen. Genau dafür sind klare Informationen, fachlich geprüfte Quellen und ein gutes Pflege-Team da.

Und Du musst das nicht alleine tragen: Mit einer passenden Betreuungskraft an Deiner Seite wird aus „Ich hoffe, ich mache das richtig“ ein „Wir haben einen sicheren Plan“. Hausmittel wirken am besten, wenn sie in ein stabiles Pflege-Setting eingebettet sind: mit Aufmerksamkeit, Erfahrung, und dem Wissen, wann Natur hilft und wann Medizin dran ist.

 

Ein türkisfarbener Banner mit weißem Text, der 'Noras Häufig gestellte Fragen' lautet. Auf der rechten Seite befindet sich eine illustrierte Avatarfigur einer Krankenschwester mit blonden Haaren, die eine türkise Krankenschwester-Mütze mit einem weißen Kreuz, einen weißen Kragen und ein Stethoskop um den Hals trägt
Ja, viele Hausmittel sind im Alltag problemlos möglich (z. B. Tee, Wickel, Fußbad). Sobald jedoch medizinische Behandlung oder Arzneimittel-Charakter ins Spiel kommt (z. B. hochkonzentrierte Extrakte/Tinkturen), gilt: Rücksprache mit Ärzt:in oder Apotheke und bei professionellen Kräften die jeweiligen Regeln/Kompetenzen beachten.
Als Faustregel:

Mild: Tee, Aufguss, Wickel, Bad (in moderater Intensität)

Eher „medizinisch“: hochdosierte Extrakte, Tinkturen, Kapseln/Tabletten, starke ätherische Öl-Anwendungen.
Wenn Du unsicher bist: lieber mild starten und nachfragen.
Das hängt vom Hausmittel und der Person ab. Im Pflegealltag gilt:

Kurz & sanft starten (z. B. 10–20 Minuten, niedrige Intensität)
Reaktion beobachten (Haut, Kreislauf, Atmung, Befinden)
Dann bei guter Verträglichkeit vorsichtig steigern.

Bei empfindlicher Haut, Demenz, Kreislaufproblemen oder Multimedikation immer extra vorsichtig.
Zu heiß oder zu kalt (Wickel/Bäder)
Zu stark dosiert (v. a. ätherische Öle)
Zu viele Dinge gleichzeitig ausprobieren
Warnzeichen übersehen
Wechselwirkungen bei vielen Medikamenten nicht bedenken
Ja, vor allem bestimmte Pflanzen/Extrakte können Wechselwirkungen haben (z. B. bei Blutverdünnern, Herzmedikamenten, Beruhigungsmitteln). Tees in normaler Haushaltsdosierung sind oft unkritischer, aber bei regelmäßiger Einnahme und Polypharmazie immer kurz abklären.
Grundsätzlich ja, aber nur sehr sparsam und gut verträglich:

immer stark verdünnen, nie pur auf die Haut
bei Asthma/COPD, sehr empfindlichen Personen oder Demenz vorsichtig testen
Duft kann im Alter intensiver wahrgenommen werden
Wärme: Verspannungen, steife Gelenke, Frieren, Muskelkater-ähnliche Beschwerden
Kälte: akute Schwellung, Entzündung, heißes Gelenk

Bei Durchblutungsstörungen, Diabetes oder sehr sensibler Haut nur vorsichtig anwenden.
Das ist häufig. Hilfreich ist:

nicht diskutieren, sondern Optionen anbieten
kleine Schritte machen
ritualisieren
sensorisch angenehm gestalten

Wenn Abwehr stark ist, lieber pausieren.
Oft sind es die einfachen Dinge:

milde Tees (z. B. Kamille, Fenchel)
Fußbäder
Haferflockenbad bei Juckreiz
Quarkwickel bei heißen Schwellungen
Lavendel-Ritual am Abend
Wenn Warnzeichen auftreten, z. B.:

Fieber über 38,5 °C
starke Schmerzen oder Atemnot
akute Verwirrtheit
Zeichen von Austrocknung
schlecht heilende oder infizierte Wunden

In DE: 116 117 · In AT: 141 oder 1450

 

Grafisches Logo von Noras Wissenschatz, einer Sammlung von Informationen für Pflegekräfte. Ideal zur Darstellung von Pflegewissen und Ratschlägen.
  • Aromapflege - Pflegeform, die Düfte (meist ätherische Öle) und Berührung nutzt, um Wohlbefinden zu fördern. In der Pflege nur sparsam, gut verträglich und stark verdünnt.
  • Auflage / Kompresse - Ein Tuch (trocken oder feucht), das warm oder kühl auf eine Körperstelle gelegt wird, z. B. bei Schwellung oder Verspannung.
  • Befindlichkeitsstörung - Leichte Beschwerden ohne klare Warnzeichen (z. B. Kratzen im Hals, leichte Unruhe), die oft mit Beobachtung und sanfter Unterstützung begleitet werden können.
  • EMA (European Medicines Agency) - EU-Behörde, die u. a. Informationen und Bewertungen zu Arzneimitteln bereitstellt. Im Kontext Heilpflanzen sind Monografien relevant, die Nutzen, Risiken und Anwendungsgrenzen einordnen.
  • Hausmittel - Einfache, bewährte Anwendungen mit typischen Haushaltsmitteln (z. B. Tee, Wickel, Bäder). Ziel: Linderung leichter Beschwerden und Förderung des Wohlbefindens.
  • Heilpflanzen-Monografie - Fachliche Beschreibung einer Pflanze: typische Anwendungen, Dosierung, Sicherheit, Nebenwirkungen, Grenzen. Hilft, Pflanzen seriös einzuordnen.
  • Inhalation (Dampfanwendung) - Einatmen von warmem Wasserdampf (z. B. Kamille), um Atemwege zu befeuchten. Nicht geeignet bei Atemnot, starkem Schwindel oder manchen Atemwegserkrankungen ohne Rücksprache.
  • Komplementärpflege - Unterstützende Pflegeansätze zusätzlich zur Schulmedizin, z. B. Wärme/Kälte-Anwendungen, Berührung, Entspannung, Hausmittel.
  • Naturheilmittel / Phytopharmaka - Pflanzliche Arzneimittel, oft standardisiert (Kapseln, Tabletten, Extrakte). Können arzneilich wirken und sollten bei Unsicherheit mit Ärzt:in/Apotheke abgestimmt werden.
  • Polypharmazie - Gleichzeitige Einnahme vieler Medikamente (häufig im Alter). Erhöht das Risiko für Wechselwirkungen, deshalb: Hausmittel vorsichtig einführen.
  • Red Flags (Warnzeichen) - Symptome, die auf eine behandlungsbedürftige Situation hinweisen (z. B. hohes/anhaltendes Fieber, akute Verwirrtheit, Atemnot). Dann reichen Hausmittel nicht aus.
  • Wickel - Mehrschichtige Tuch-Anwendung (warm/kühl) zur Unterstützung bei Fieber, Schwellung oder Verspannung. Temperatur immer prüfen und Haut beobachten.
  • YMYL (Your Money or Your Life) - Google-Kategorie für Inhalte, die Gesundheit betreffen. Bedeutet: besonders hohe Anforderungen an Genauigkeit, Sicherheit und seriöse Quellen.