Was erwartet Pflegekräfte im Jahr 2025 bis 2030? Trends und Vorhersagen
Künstliche Intelligenz, digitale Plattformen und innovative Pflegekonzepte verändern den Pflegealltag schneller, als viele denken. In den nächsten Jahren wird es Veränderungen geben – mit neuen Chancen, aber auch spannenden Herausforderungen. Wir werfen einen Blick auf die Entwicklungsmöglichkeiten der Pflegebranche in 2025 bis 2030.
Die Pflege steht 2026 vor einem entscheidenden Wandel. Technologien wie Telemedizin, digitale Dokumentation, KI und Robotik verändern den Arbeitsalltag – sie entlasten, beschleunigen Abläufe und schaffen mehr Zeit für echte Nähe und Betreuung.
Gleichzeitig zeigen die Zahlen deutlich, wie groß der Handlungsdruck ist:
- +50 Prozent mehr Pflegebedürftige bis 2030 (Pflegereport 2030)
- rund 500.000 fehlende Pflegekräfte, wenn nichts passiert
- der Bedarf wächst schneller, als neues Personal ausgebildet werden kann
Das bedeutet: Pflegekräfte werden gefragter und wichtiger als je zuvor.
Arbeitgeber investieren stärker in Weiterbildung, moderne Arbeitsmodelle und digitale Unterstützungssysteme.
Doch in diesen Herausforderungen liegt auch eine Chance: für Deine persönliche Entwicklung, mehr Verantwortung und eine sinnstiftende Tätigkeit, die unsere Gesellschaft nachhaltig prägt.
In diesem Artikel erfährst Du, wie Du Dich optimal auf die Pflege der Zukunft vorbereiten kannst:
- Welche Trends den Wandel bis 2030 prägen
- Welche Aus- und Weiterbildungen besonders gefragt sind
- Wie Du in einem Beruf voller Herz und Verantwortung Erfüllung findest
Die Pflege von morgen bietet Stabilität und die Möglichkeit, jeden Tag einen Unterschied zu machen. Bist Du bereit, Teil dieser Veränderung zu werden?
Ja — und zwar mehr denn je. Wenn man in die Zukunft der Pflege blickt, sieht man kein auslaufendes Berufsbild, sondern ein Feld, das immer wichtiger wird. Die Gesellschaft altert, die Bedürfnisse werden komplexer, und gleichzeitig wächst der Wunsch nach Würde, Zuwendung und professioneller Begleitung. Während in vielen Branchen Unsicherheit herrscht, gilt in der Pflege:
Ohne Pflege geht nichts – weder heute noch morgen. Und genau deshalb spricht vieles dafür, dass Pflegekräfte im deutschsprachigen Raum auch 2026 und darüber hinaus zu den entscheidenden Fachkräften unserer Zeit gehören.
Gründe, warum Pflegeberufe eine starke Zukunft haben
Pflege gehört zu den zukunftssichersten Berufen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sie vereint:
- gesellschaftliche Relevanz
- stabile Jobperspektiven
- echte Sinnstiftung
- viele Spezialisierungs- und Aufstiegsmöglichkeiten
Und: Die Pflege von morgen wird digitaler, professioneller und selbstbewusster — mit Dir als wichtiger Gestaltungs- und Vertrauensperson.
Demografischer Wandel – wir werden älter
Bis 2030 wird jeder Vierte in Deutschland über 65 Jahre alt sein.
Auch in Österreich (und etwas abgeschwächt in der Schweiz) verschiebt sich die Altersstruktur deutlich. Mehr hochbetagte Menschen bedeuten: mehr Pflege, mehr Betreuung, mehr professionelle Unterstützung.
Fachkräftemangel – Pflegekräfte werden dringend gebraucht
Deutschland fehlen bereits heute Hunderttausende Pflegekräfte und die Lücke wächst weiter. In Österreich zeigt sich ein sehr ähnliches Bild, und auch die Schweiz meldet wachsende Engpässe.
Für Dich heißt das:
- hohe Arbeitsplatzsicherheit,
- große Wahlmöglichkeiten,
- beste Chancen für berufliche Entwicklung.
Reformen & Ausbildung – moderner, flexibler, europaweit gedacht
Die generalistische Pflegeausbildung macht Pflegeberufe breiter und attraktiver:
Das Ergebnis: Pflegekräfte werden beweglicher, kompetenter und international gefragter.
Stell Dir vor, Du trittst in ein Pflegezimmer und blickst nicht nur auf Menschen, sondern auf ein ganzes Netzwerk aus Technik, Empathie und Wissen: Tablets erleichtern die Dokumentation, Telemedizin verbindet Bewohnerinnen und Bewohner mit Spezialistinnen und Spezialisten, und smarte Alarm‑ oder Assistenzsysteme unterstützen bei Routineaufgaben. Diese Zukunft ist längst nicht mehr Science‑Fiction — sie ist Alltag in vielen Einrichtungen und öffnet gleichzeitig Türen für neue, zukunftsstarke Rollen.
Pflegefachkräfte mit Digital‑Know‑how
Die Pflege von morgen ist digital — nicht anstatt menschlicher Zuwendung, sondern an ihrer Seite. Pflegefachkräfte, die nicht nur Versorgen, sondern auch digitale Systeme meistern (z. B. Telemedizin‑Tools, KI‑gestützte Dokumentation, elektronische Fallakten), sind besonders gefragt. Sie schaffen Brücken zwischen Mensch und Maschine, die Zeit für das Wesentliche freisetzen (Gesundheitsportal).
Warum das Zukunft hat: In einer digitaleren Pflegewelt werden Kompetenzen im Umgang mit Daten, Apps und digitalen Prozessen zur Schlüsselqualifikation — sowohl im Krankenhaus als auch in der Langzeitpflege.
Demenz‑ & Geriatrie‑Spezialisten
Mit wachsender Lebenserwartung steigt auch der Bedarf an fachlicher Expertise für altersbedingte Erkrankungen wie Demenz. Pflegekräfte, die sich auf geriatrische Betreuung und kognitive Herausforderungen spezialisieren, sind unersetzlich, weil sie nicht nur pflegen, sondern Lebensqualität im Alter fördern.
Warum das Zukunft hat: Je älter die Gesellschaft, desto mehr Menschen brauchen spezialisierte Betreuung, die weit über Standards hinausgeht. Langjährige Erfahrung, Einfühlungsvermögen und fundiertes Wissen sind gefragt.
Pflegeberater:innen & Koordinator:innen
Heute geht es in der Pflege nicht mehr nur um unmittelbare Versorgung — sondern auch um Organisation, Kommunikation und Technik. Pflegeberaterinnen und Pflegeberater begleiten Menschen durch das System, koordinieren Leistungen, beraten Angehörige und managen digitale Prozesse genauso wie klassische Abläufe.
Schnittstellen‑Talent gefragt: Zwischen Patient:innen, Familie, Einrichtung und Gesundheitsteams übernehmen diese Rollen die strategische Verbindung, die Versorgung effizienter, sicherer und menschlicher macht (bpb.de).
Pflegeinformatiker:innen & Telepflege‑Spezialisten
Wie bringst Du IT und Pflege zusammen? Pflegeinformatiker:innen entwickeln und optimieren digitale Systeme, Telepflege‑Experten vernetzen Menschen über Distanz – sei es per Videoberatung, Remote‑Monitoring oder digitaler Kommunikation. Diese Rollen sind Brückenbauer zwischen Technik und Pflegealltag (Springer).
Warum das Zukunft hat: Die Pflege wird zunehmend daten‑ und technologiegetrieben. Fachkräfte, die verstehen, wie man Technik sinnvoll einsetzt, Daten interpretiert oder Telemedizin organisiert, gestalten diesen Wandel aktiv mit.
Pflege berührt Mensch und Technologie zugleich
Die Pflegeberufe von morgen sind vielschichtig: Sie reichen von klassischer Fürsorge über spezialisierte Betreuung bis hin zu digitalen Steuerungs‑ und Analysefunktionen. Wer heute Kompetenzen in Pflege, Technik, Organisation und Empathie kombiniert, hat nicht nur Sicherheit, sondern echte Gestaltungskraft in einem der wichtigsten Arbeitsfelder unserer Zeit.
Stell Dir einen sonnigen Morgen im Jahr 2030 vor: Die Türen einer modernen Pflegeeinrichtung öffnen sich, und der Tag beginnt nicht mit Papierchaos und Stress, sondern mit Klarheit, Technologie und echter Zeit für Menschen.
2030 soll die Arbeit in der Pflege weniger körperlich belastend, besser organisiert und technisch unterstützt als je zuvor sein. Die Zukunft bringt:
- Mehr Verantwortung und Entscheidungsspielraum
- Mehr Zeit für zwischenmenschliche Pflege
- Mehr digitale Tools, die den Job erleichtern
Denn Technologie ist kein Ersatz für Pflege, aber ein Werkzeug, das Pflege stärkt, erleichtert und neu definiert.
Wenn Du an einen typischen Arbeitstag denkst, gehört zum Bild längst nicht mehr nur Fürsorge und Empathie — es gehört auch Wertschätzung in Form von fairer Bezahlung dazu. Die starke Nachfrage nach Pflegefachkräften macht sich nicht nur im Jobangebot, sondern auch im Gehalt bemerkbar und dieser Trend dürfte sich bis 2030 weiter verstärken.
Heutige Situation – Wie sieht das Gehalt 2025/26 aus?
- Deutschland: Pflegefachkräfte verdienen derzeit im Durchschnitt rund 3.000 – 3.800 Euro brutto im Monat, je nach Bundesland, Einrichtung und Tarifbindung. In einigen Regionen wie dem Saarland oder Baden‑Württemberg sind es teilweise etwas höhere Einkommen (personalvermittlung-ausland.de).
- Österreich: Hier liegen die Durchschnittslöhne bei etwa 3.000 – 3.100 Euro brutto pro Monat (rund 43.000 € brutto pro Jahr), wobei die Spanne deutlich ist und Erfahrung, Dienstort und Arbeitgeber viel ausmachen (Kununu).
- Schweiz: Im Vergleich dazu ist das Einkommen in der Schweiz spürbar höher: Pflegefachkräfte erzielen meist ca. 5.500 – 8.000 CHF brutto pro Monat (rund 84.000 CHF/Jahr im Schnitt), mit höheren Summen bei Spezialisierungen oder Verantwortung (Pflege-Jobs-Schweiz).
Diese Zahlen zeigen: Pflegefachkräfte stehen beruflich solide da, aber im deutschsprachigen Raum mit großen Unterschieden zwischen den Ländern.
Blick nach vorn: Wie könnte sich das Gehalt bis 2030 entwickeln?
Steigende Tarifbindung & politischer Druck
Politische Initiativen und betrieblich stärker ausgehandelte Tarifverträge wirken bereits heute auf Lohnerhöhungen hin. Expertinnen und Experten sowie Gewerkschaften gehen davon aus, dass die Gehälter bis 2030 insgesamt um etwa 15 bis 20 Prozent steigen könnten – vor allem durch stärkere Tarifbindung und gesellschaftlichen Druck, Pflege attraktiver zu gestalten.
Diese Entwicklung wäre nicht nur ein Wertschätzungszeichen, sondern auch ein strategischer Schritt, um Fachkräfte zu halten und neue zu gewinnen.
Spezialist:innen verdienen mehr
Wie in anderen Berufsfeldern gilt auch in der Pflege: Komplexität zahlt sich aus. Besonders gut verdienst Du, wenn Du Dich spezialisierst, z. B.:
- Intensiv‑ und Anästhesiepflege
- Pflegeinformatik & Telemedizin‑Spezialbereiche
- Leitungs‑ und Beratungsfunktionen
Diese Spezialisierungen heben Dich nicht nur fachlich hervor, sondern signifikant auch beim Gehalt – oft jenseits der Durchschnittssätze.
Arbeitszeitmodelle verändern die Bezahlung
Auch wenn Teilzeit in der Pflege weiterhin verbreitet ist (z. B. wegen familiärer Verpflichtungen oder Work‑Life‑Balance), gewinnen flexiblere Arbeitszeitmodelle wie 4‑Tage‑Woche, Gleitzeiten oder Schichtsysteme mit höheren Zulagen an Bedeutung. Solche Modelle können das Einkommen pro Zeitraum verbessern und gleichzeitig die Lebensqualität steigern.
Die Pflege von morgen ist wie ein vielfältiger Garten: Viele Wege führen zu wertvollen Kompetenzen, und jede Blüte steht für eine Chance auf Verantwortung, Anerkennung und Perspektive. Schon heute öffnen sich für angehende Pflegekräfte spannende Pfade — von der Grundausbildung über akademische Abschlüsse bis hin zu spezialisierten Weiterbildungen, die Dich fit für die Zukunft machen.
Deutschland – Vielseitig, modern, EU‑weit anerkannt
In Deutschland bildet die generalistische Ausbildung seit 2020 das Fundament für alle Pflegeberufe: Du lernst in Theorie und Praxis, wie man Menschen in allen Lebensphasen und Versorgungssituationen professionell begleitet – ob im Krankenhaus, im Pflegeheim oder ambulant. Der Abschluss „Pflegefachfrau/-mann“ gilt in der gesamten EU, was Dir hohe Mobilität und Flexibilität schenkt.
Darüber hinaus gibt es duale Studiengänge Pflege, bei denen Du akademisches Wissen mit praktischer Erfahrung verbindest – perfekt, wenn Du Forschung, Management oder Spezialaufgaben anstrebst (KGNW).
Und das ist nur der Anfang: Vertiefende Weiterbildungen zu Themen wie Wundmanagement, Palliativ‑ oder Intensivpflege oder Pflegepädagogik öffnen Dir Türen zu Spezialfunktionen und Leitungsaufgaben, die im modernen Pflegealltag immer wichtiger werden.
Österreich – Reformiert, praxisnah, wachsend
Auch in Österreich gestaltet sich der Ausbildungsweg dynamisch. Mit der GuKG‑Novelle ab 2025 (Gesundheits‑ und Krankenpflegegesetz) werden erweiterte Kompetenzen eingeführt: Pflegende dürfen sich z. B. stärker in Aufgaben wie Medikamentenverordnung und Infusionstätigkeiten einbringen – ein klarer Schritt in Richtung erweiterte Professionalität.
Parallel dazu gewinnt die Pflegelehre an Bedeutung: Sie bietet einen praxisorientierten Einstieg in die Welt der Pflege und ebnet Wege in weiterführende Qualifikationen oder direkt in den Beruf.
Wer darüber hinaus aufsteigen möchte, findet mit einem FH‑Studium in Pflegewissenschaften den direkten Pfad zu Führungs‑ und Spezialrollen, etwa in Altenversorgung, Innovation oder Gesundheitsmanagement (FH Wiener Neustadt).
Schweiz – Akademisch stark & international attraktiv
In der Schweiz bilden HF‑ und FH‑Ausbildungen das Rückgrat der Pflegequalifikation: An Höheren Fachschulen (HF) oder Fachhochschulen (FH) werden Pflegefachpersonen ausgebildet, die nicht nur pflegen, sondern den Pflegeprozess selbstständig gestalten.
Die Ausbildung dauert typischerweise drei Jahre und vermittelt sowohl praxisnahe Kompetenzen als auch wissenschaftliches Know‑how. Du kannst über unterschiedliche Wege einsteigen, z. B. direkt nach der Schule oder nach einer Vorqualifikation wie der FaGe (Fachperson Gesundheit), (SBK ASI).
Durch diese starke akademische Basis entstehen vielfältige Karrierepfade: von der Patientenversorgung über Spezialgebiete wie Intensiv‑ oder Adipositas‑Pflege bis hin zu Leitungs‑ und Managementaufgaben.
Auch finanziell ist das Modell attraktiv: In der Schweiz wird Pflege im internationalen Vergleich gut vergütet – ein Vorteil, der sowohl nationale als auch internationale Talente anzieht und den Pflegeberuf noch stärker ins Rampenlicht rückt (Medi-Karriere).
Was bedeutet das für Dich?
Der Pflegebereich ist wie ein großes, lebendiges Ökosystem: Überall wird gearbeitet, verbessert, diskutiert und neu gedacht, damit Pflegekräfte mehr Zeit, mehr Wertschätzung und mehr Gestaltungsspielraum bekommen. Politik und Reformen stehen nicht still, sondern greifen konkret in den Pflegealltag ein.
Deutschland – Generalistik weiterdenken & Personalschlüssel fairer gestalten
In Deutschland prägt weiterhin das Pflegeberufegesetz den Wandel: Die generalistische Pflegeausbildung vereint verschiedene Pflegebereiche in einer modernen Qualifikation, die Pflegefachpersonen für alle Altersgruppen und Versorgungsformen vorbereitet – das stärkt die Durchlässigkeit im System und hebt den Berufsabschluss national und international an (netzwerk-iq).
Ein weiteres zentrales Projekt ist das Personalbemessungsverfahren PPR 2.0 – ein neues System, das in Kliniken und Pflegeeinrichtungen faire Personalschlüssel schaffen soll. Es zielt darauf ab, den tatsächlichen Bedarf an Pflegekräften am Patienten zu messen, statt rein pauschale Vorgaben anzuwenden. Dieses Verfahren ist ein großer Schritt hin zu mehr Qualität, Sicherheit und Arbeitszufriedenheit im Pflegealltag (Pro Pflege).
Österreich – Pflegereform 2025: Mehr Kompetenzen, mehr Attraktivität
In Österreich sind die Reformen bereits im Gang: Mit den Pflegereformpaketen I–III wurden in den letzten Jahren zahlreiche Maßnahmen verankert, die Ausbildung, Arbeitsbedingungen und Perspektiven stärken. Dazu gehören u. a. bessere Ausbildungsplätze, Förderungen für Pflegepersonal und Verbesserungen für pflegende Angehörige (Bundesministerium Arbeit).
Darüber hinaus wird die Pflegeausbildung weiter modernisiert und die Kompetenzen von Pflegepersonen erweitert – etwa durch erleichterte Anerkennung ausländischer Qualifikationen und Ausweitung des Tätigkeitsfelds, z. B. bei Verabreichung bestimmter Medizinprodukte und in der Wundversorgung.
Die Politik zielt darauf ab, den Pflegeberuf attraktiver und zukunftsfähiger zu machen, damit mehr Menschen den Weg in diesen Beruf finden und darin bleiben.
EU‑weit: Anerkennung & Mobilität als Zukunftswerkzeug
Auf europäischer Ebene öffnet sich ein breiteres Feld für Pflegefachkräfte: Die EU‑Richtlinie zur Anerkennung beruflicher Qualifikationen macht es möglich, dass Pflegeabschlüsse unter bestimmten Voraussetzungen automatisch in anderen EU‑Staaten anerkannt werden – mit einem harmonisierten Mindeststandard bei Ausbildung und praktischer Erfahrung (Employment, Social Affairs and Inclusion).
Das bedeutet konkret: Du kannst als Pflegefachkraft fachlich mobil sein, in verschiedenen EU‑Ländern arbeiten und Deine Fähigkeiten dort einbringen, wo sie gebraucht werden. Gleichzeitig erleichtern neue Richtlinien zunehmend den Austausch von Fachkräften auch aus Nicht‑EU‑Ländern, indem Anerkennungsverfahren praxisnäher gestaltet werden (Internal Market & Industry).
Reformen & Maßnahmen im Überblick
Die Pflegebranche gleicht weiterhin einer Brücke, die Menschen über die Herausforderungen des Alterns trägt, doch diese Brücke steht unter stetigem Druck. Mit jeder steigenden Zahl Pflegebedürftiger wächst die Verantwortung, während gleichzeitig Fachkräfte rar bleiben. Zwischen technologischem Fortschritt, Reformen und gesellschaftlichem Wandel eröffnen sich jedoch enorme Chancen, die den Pflegealltag nachhaltig verändern können.
Chancen für Pflegekräfte
Die Zukunft hält spannende Möglichkeiten bereit. Pflegefachkräfte, die sich weiterentwickeln, spezialisieren oder digitale Werkzeuge nutzen, können ihren Arbeitsalltag gestalten, aufsteigen und wirklich etwas bewegen.
Sicherer Arbeitsplatz in einem wachsenden Markt
Die Nachfrage nach qualifizierten Pflegefachkräften steigt weiter an. Wer heute in die Pflege einsteigt, findet nicht nur Stabilität, sondern auch langfristige Perspektiven, da die Pflege ein zentraler Pfeiler unserer Gesellschaft bleibt.
Neue Spezialisierungen & Karrierestufen
Mit Fachrichtungen wie Intensivpflege, Geriatrie, Pflegeinformatik oder Telepflege eröffnen sich vielfältige Karrierepfade. Wer sich spezialisiert, kann Verantwortung übernehmen, Führungsrollen einnehmen oder in innovativen Projekten mitwirken.
Digitale Entlastung & mehr Fokus auf Menschlichkeit
Technologie – von Telemedizin über KI‑gestützte Dokumentation bis zu Assistenzrobotern – entlastet Pflegekräfte von Routineaufgaben. So entsteht mehr Zeit für das, was keine Maschine ersetzen kann: Zuwendung, Beratung und individuelle Betreuung.
Herausforderungen, die bestehen bleiben
Trotz aller Chancen gibt es weiterhin Hürden, die Pflegekräfte bewältigen müssen. Hohe Belastungen, Konkurrenz um Talente und langsame Reformprozesse erfordern Flexibilität, Durchhaltevermögen und Kreativität.
Hohe Arbeitsbelastung trotz Technik
Auch mit digitalen Hilfsmitteln bleibt der Pflegealltag anspruchsvoll: Emotionale und körperliche Belastungen gehören nach wie vor zum Berufsbild.
Wettbewerbsdruck mit anderen Branchen
Berufe in IT, Management oder Industrie locken mit höheren Gehältern und schnellerer Karriereentwicklung. Pflegekräfte müssen von Arbeitsbedingungen, Wertschätzung und Weiterbildungsangeboten überzeugt werden.
Politische Umsetzung von Reformen oft langsam
Neue Gesetze, Tarifverträge und Personalbemessungsverfahren wie PPR 2.0 in Deutschland oder die Pflegereform 2025 in Österreich brauchen Zeit. Die Verzögerungen können den Fachkräftemangel und die Arbeitsbedingungen beeinflussen.
Chancen nutzen, Herausforderungen meistern
Zwischen 2026 und 2030 wird die Pflege digitaler, spezialisierter und vielfältiger. Gleichzeitig bleiben die Belastungen spürbar. Die Zukunft der Pflege liegt darin, Technologie, Reformen und menschliche Nähe miteinander zu verbinden, damit Pflegekräfte mehr Raum für das Wesentliche haben: Menschen zu begleiten, zu unterstützen und Leben zu verbessern.
Mit innovativen Angeboten wie noracares können Pflegekräfte und Familien gezielt unterstützt werden, sodass die Brücke der Pflege stabil, widerstandsfähig und menschlich bleibt.
Die Zukunft der Pflegeberufe bietet zahlreiche Chancen – für Dich und die Gesellschaft. Mit der steigenden Nachfrage nach qualifizierten Pflegekräften, der Digitalisierung und neuen Spezialisierungen ist der Pflegeberuf nicht nur zukunftssicher, sondern auch vielseitig, erfüllend und sinnstiftend.
Egal, ob Du am Anfang Deiner beruflichen Reise stehst oder Dich beruflich neu orientieren möchtest: Die Pflege bietet zahlreiche Wege, Deine Fähigkeiten einzubringen, Verantwortung zu übernehmen und einen bedeutenden Beitrag zum Wohl unserer Gesellschaft zu leisten.
Nutze die Gelegenheit, Dich über Ausbildungs‑ und Karrierewege zu informieren, die Branche aktiv mitzugestalten und Deine Zukunft in der Pflege selbst in die Hand zu nehmen.
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- PPR 2.0 (Pflegepersonalbemessung): Ein neues Instrument zur Berechnung des Personalbedarfs in Krankenhäusern. Es soll sicherstellen, dass die Anzahl der Pflegekräfte dem tatsächlichen Pflegeaufwand der Patient:innen entspricht.
- Generalistik: Die Zusammenführung der früher getrennten Ausbildungen (Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege) zu einem universellen Abschluss (Pflegefachfrau/-mann), der seit 2020 in Deutschland gilt.
- Telepflege / Telemedizin: Die Nutzung von Video-Kommunikation und Fernüberwachung, um Patient:innen digital zu beraten oder Vitalwerte zu kontrollieren, ohne physisch vor Ort sein zu müssen.
- KI-gestützte Dokumentation: Software, die künstliche Intelligenz nutzt, um Pflegeberichte per Spracheingabe oder automatisierten Datenabgleich zu erstellen, was den Schreibaufwand massiv reduziert.
- Pflegeinformatik: Ein Fachbereich an der Schnittstelle zwischen IT und Pflege. Er beschäftigt sich damit, wie Software und Technik den klinischen Alltag und die Versorgung verbessern können.
- Robotik in der Pflege: Einsatz von Assistenzrobotern (z. B. Hebehilfen oder Serviceroboter), die körperlich schwere Arbeiten übernehmen oder bei der Logistik (z. B. Essen bringen) helfen.
- GuKG-Novelle: Eine gesetzliche Änderung in Österreich, die das Tätigkeitsfeld von Pflegepersonen modernisiert und ihnen mehr eigenverantwortliche Kompetenzen (z. B. Wundversorgung) überträgt.
- Demografischer Wandel: Die Veränderung der Altersstruktur in der Gesellschaft. Da die Menschen immer älter werden, steigt der Bedarf an professioneller Langzeitpflege massiv an.
Weitere Quellen:
Fraunhofer IAO Digital Business