Pflegefachkraft Gehalt in Deutschland: Orientierung für Pflegekräfte und Familien
Du gibst täglich alles für Deine Patienten, trägst Verantwortung und leistest körperlich wie emotional Großes. Doch vielleicht fragst Du Dich, ob Dein Pflegefachkraft Gehalt Deinem Einsatz gerecht wird. Oder Du bist Angehöriger und möchtest wissen, welche Kosten bei der Beschäftigung einer Pflegekraft auf Dich zukommen.
Viele, die bereits in der Pflege arbeiten oder über einen Einstieg nachdenken, finden im Internet nur widersprüchliche Informationen, was für Unsicherheit sorgt. Mal wird nur das Bruttogehalt genannt, mal fehlen Zuschläge und oft variieren die Zahlen.
In diesem Artikel erhältst Du einen klaren Überblick inklusive Brutto- und Netto-Beispielen, regionalen Unterschieden, Tarifvertrag-Informationen und Zuschlägen. Du erfährst außerdem, wie sich Dein Gehalt mit steigender Erfahrung entwickeln kann, welche Spezialisierungen Chancen bieten und wie Du Dein Gehalt aktiv steigern kannst.
Du fragst Dich, was eine Pflegefachkraft eigentlich verdient? Diese Frage beschäftigt viele, die in der Pflege arbeiten oder gerade überlegen, einzusteigen. Das Pflegefachkraft Gehalt liegt im Durchschnitt bei 3.300 bis 3.800 Euro brutto im Monat, das durchschnittlich 44.851 € im Jahr. Das entspricht einem monatlichen Bruttogehalt von 3.738 €.
Leas Geschichte
Als Lea ihre Ausbildung zur Pflegefachkraft abschloss, war sie stolz wie nie zuvor. Endlich geht es los, aber lohnt sich das Ganze auch finanziell. Doch kaum hatte sie 3.050 € brutto auf dem Papier gelesen, kamen auch schon die Fragen: Was bedeutet das eigentlich netto? Ist das viel oder wenig im Vergleich zu anderen? Könnte ich bei einem privaten Träger vielleicht mehr verdienen? Und lohnt sich eine Weiterbildung zur Intensivpflegekraft oder Wohnbereichsleitung wirklich?
Sie googelte „Pflegefachkraft Gehalt“ – und landete in einem Dschungel aus widersprüchlichen Angaben. Manche Seiten nannten 2.700 €, andere 3.400 €. Einige sprachen nur vom Einstiegsgehalt, andere vom Durchschnitt, wieder andere rechneten alles mit Zuschlägen schön. Sie war verwirrter als zuvor.
„Verdiene ich wirklich fair?“, fragte sie sich. „Und was würde passieren, wenn ich mich irgendwann spezialisiere?
Wie viel Lea tatsächlich verdient, hängt stark von ihrem Bundesland, dem Arbeitgeber, der Tarifbindung und der Berufserfahrung ab – die Unterschiede können mehrere Hundert Euro betragen. Entscheidend ist nicht nur das Grundgehalt, sondern vor allem, was netto übrig bleibt, inklusive Zuschlägen für Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienste sowie möglicher Sonderzahlungen. Mit Erfahrung, Weiterbildungen oder einem Wechsel in tarifgebundene Einrichtungen kann Lea aber ihr Einkommen deutlich steigern.
Wenn Du als Pflegekraft selbständig arbeitest, unterscheidet sich Deine Vergütung grundlegend von der eines Angestellten. Statt eines festen Gehalts vereinbarst Du mit den Familien ein Stundenhonorar. In der Praxis liegt dieses meist zwischen 25 € und 40 € pro Stunde, abhängig von Deiner Qualifikation, Deiner Erfahrung, der Region und dem Pflegebedarf der betreuten Person.
Honorar ≠ Nettoverdienst
Wichtig ist: Das Honorar, das die Familie Dir zahlt, ist nicht Dein Einkommen, sondern Dein Bruttoumsatz. Von diesem Geld musst Du alle Deine beruflichen und sozialen Verpflichtungen selbst tragen, wie:
- Einkommensteuer
- Kranken- und Pflegeversicherung
- Rentenversicherung (freiwillig oder pflichtig, je nach Tätigkeit
- Berufshaftpflichtversicherung
- Weitere Kosten wie Fahrten, Arbeitsmaterial, Weiterbildungen oder Buchhaltung
Das bedeutet: Auch wenn Dein Stundensatz höher wirkt als der einer angestellten Pflegekraft, bleiben Dir nach Abzügen oft ähnliche Nettoverdienste – aber Du trägst die volle organisatorische Verantwortung.
Risiko & Chance: Dein persönlicher Trade-off
Die Selbstständigkeit bringt für Dich sowohl Chancen als auch Risiken:
Deine Vorteile:
- Du kannst ein höheres Bruttostundenhonorar erzielen
- Du entscheidest selbst über Deine Preise, Einsatzorte und Arbeitszeiten
- Du hast mehr Gestaltungsspielraum und Freiheit
Deine Verpflichtungen und Risiken:
- Kein bezahlter Urlaub
- Keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall
- Finanzielle Risiken bei Ausfallzeiten
- Du musst Deine komplette Absicherung und Steuerorganisation selbst regeln
Selbstständigkeit bedeutet also: Mehr Freiheit, mehr Einkommen pro Stunde – aber auch deutlich mehr Eigenverantwortung. Viele Pflegekräfte entscheiden sich genau deshalb bewusst für diesen Weg, weil sie ihr Können selbstbestimmt anbieten möchten und bereit sind, die zusätzliche Verantwortung zu tragen.
Durchschnittliches Pflegefachkraft Gehalt 2025- 2026 (Brutto vs. Netto)
Hier bekommst Du einen ersten Überblick über das Pflegefachkraft Gehalt 2025 -2026:
Quelle: Medi-Karriere – Pflegefachkraft Verdienst
Einstiegsgehalt in Deutschland nach der Ausbildung
Wenn Du so wie Lea Deine Ausbildung zur Pflegefachkraft erfolgreich abgeschlossen hast und in den Beruf einsteigst, beginnt Deine Gehaltsentwicklung meist am unteren Ende der Skala – je nach Träger und Tarif. Arbeitest Du im öffentlichen Dienst nach TVöD, kannst Du zum Einstieg mit rund 2.800 bis 3.100 Euro brutto im Monat rechnen. Bei privaten Einrichtungen fällt das Gehalt oft etwas niedriger aus und bewegt sich in der Regel zwischen 2.600 und 3.000 Euro brutto. Kirchliche Träger – etwa nach AVR – liegen meist leicht über privaten, aber häufig etwas unter dem TVöD und zahlen etwa 2.700 bis 3.000 Euro brutto monatlich.
Tabelle Arbeitgebervergleich
Stundenlohn & Vergleich
Wie viel verdient man pro Stunde? – Diese Frage wird besonders häufig gestellt, weil sie Dir einen direkten Vergleich ermöglicht. Der Stundenlohn ergibt sich aus Deinem Monatsgehalt und der vereinbarten Wochenarbeitszeit (meist 38,5–40 Stunden). In vielen Fällen liegt er im Durchschnitt zwischen 16 und 20 Euro pro Stunde.
Stundenlohn einfach berechnen
Formel: Monatsgehalt brutto ÷ (Wochenstunden × 4,33)
Beispiel: 3.700 € ÷ (39 × 4,33) ≈ 21,8 €/h
Mit Zuschlägen kann der effektive Stundenlohn 25–28 €/h erreichen.
Top-Performer oder Fachkräfte auf Intensivstationen kommen auf über 30 €/h.
Du weißt jetzt ungefähr, wie viel Pflegefachkräfte im Durchschnitt verdienen – doch Dein tatsächliches Gehalt hängt stark davon ab, wo Du arbeitest und wer Dein Arbeitgeber ist. Bundesland, Stadt, Tarifbindung und Träger spielen eine entscheidende Rolle. Es lohnt sich, diese Unterschiede zu kennen, um Dein Einkommen realistisch einzuschätzen und berufliche Entscheidungen bewusst zu treffen.
Bundesländer-Vergleich
In Deutschland gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Bundesländern.
Quelle: Destatis, StepStone, Stand Oktober 2025
Gehalt in großen Städten
In großen Städten wie München, Berlin, Hamburg oder Frankfurt ist das Gehalt oft höher als im bundesweiten Durchschnitt. Grund dafür sind höhere Lebenshaltungskosten und Tarifstrukturen, die urbane Kliniken nutzen, um Fachkräfte zu gewinnen.
Öffentlicher Dienst (TVöD) vs. kirchliche Träger vs. private Einrichtungen
Dein Arbeitgeber wirkt sich ebenfalls stark auf Dein Einkommen aus.
- Im öffentlichen Dienst (TVöD) sind die Gehälter meist am höchsten, etwa 18 – 20 €/Std, besonders nach Berufserfahrung und in höheren Entgeltgruppen.
Hier findest du den Gehaltsrechner TVÖD-P 2026
- Kirchliche Träger (z. B. Das rote Kreuz) liegen leicht darunter, ungefähr 17 – 19 €/Std. Sie bieten aber oft zusätzliche Sozialleistungen.
- Private Einrichtungen zahlen teilweise weniger, ca. 16 – 19 €/Std. Diese können dafür aber flexiblere Arbeitszeitmodelle bieten.
Mit steigender Berufserfahrung verbessert sich Dein Gehalt deutlich. Sobald Du Verantwortung übernimmst, z. B. als stellvertretende Wohnbereichsleitung, in einer Fachabteilung wie der Intensivpflege arbeitest oder eine Weiterbildung absolvierst, steigst Du in höhere Entgeltgruppen auf – und Dein Einkommen wächst Schritt für Schritt mit.
Wie viel verdient eine Pflegefachkraft nach Tarifvertrag (TVöD)?
Nach dem TVöD-Pflege (Entgeltgruppen P7–P9) liegt das Gehalt 2025 zwischen 3.300 und 4.100 € brutto monatlich. Mit steigender Berufserfahrung steigst Du in höhere Stufen auf und kannst im Laufe der Jahre deutlich mehr verdienen. Zusätzlich kommen Zulagen für Schicht- und Bereitschaftsdienste hinzu.
Tabelle: Pflegefachkraft Gehalt nach Tarifvertrag (TVöD 2025)
Gültigkeit der Tabelle: 01.04.2025 - 30.04.2026
Quelle: Verdi – TVöD-Pflege Tarifvertrag 2025
Quelle:: https://oeffentlicher-dienst.info/
Weiterbildung & Spezialisierung
Wenn Du Dich weiterbildest, kannst Du Dein Einkommen deutlich steigern. Spezialisierungen wie Intensivpflege, OP, Palliativpflege oder Kinderkrankenpflege eröffnen nicht nur spannende Aufgabenfelder, sondern wirken sich auch positiv auf Dein Gehalt aus. Mit spezialisierten Qualifikationen sind 5–15 % mehr Gehalt keine Seltenheit. Außerdem steigen Deine Chancen auf verantwortungsvollere Positionen oder auf besonders attraktive Arbeitgeber.
- Intensivpflege: +300–500 € monatlich
- OP-Pflege: +250–400 €
- Palliativpflege: +200–350 €
- Kinderkrankenpflege: +200–300 €
Leitungsfunktionen & Karrierepfade
Du kannst Deine Karriere in der Pflege auch durch Leitungsfunktionen weiterentwickeln. Eine Stationsleitung oder Pflegedienstleitung übernimmt nicht nur Verantwortung für ein Team, sondern auch für Organisation, Qualität und Personalplanung – und wird entsprechend entlohnt. In diesen Positionen liegt das Gehalt oft zwischen 4.000 und 5.500 € brutto oder sogar noch höher, je nach Klinikgröße, Träger und Bundesland.
Tabelle: Vergleich Pflegeberufe (2025)
Quelle: Gehalt.de – Pflegefachkraft Gehalt 2025
Stand: 01.02.2025
Du arbeitest oft über Deine regulären Schichten hinaus, übernimmst Nachtdienste, Wochenend- oder Feiertagsdienste – und fragst Dich, wie sich das auf Dein Gehalt auswirkt. Die gute Nachricht: Dein Einsatz wird zusätzlich honoriert und diese Zuschläge können Dein Einkommen spürbar erhöhen.
Nachtdienst & Schichtzulagen
Für Nachtdienste bekommst Du in vielen Einrichtungen eine Zulage von ca. 15–25 % des Stundenlohns. Praktisch bedeutet das: Wenn Du im Durchschnitt 18 €/Std. verdienst, liegt Dein Stundenlohn nachts zwischen 20 und 22,50 €. Bei mehreren Nachtschichten im Monat summiert sich das schnell auf einige Hundert Euro zusätzlich. Auch Spätschichten oder Frühdienste können mit kleineren Zuschlägen honoriert werden.
Feiertags- und Wochenendzuschläge
Einsätze an Wochenenden oder Feiertagen werden extra bezahlt. Typische Zuschläge liegen bei 25–50 %, manchmal sogar mehr an besonders wichtigen Feiertagen wie Weihnachten oder Neujahr. Das heißt: Dein normaler Stundenlohn kann in diesen Fällen auf 27–30 € pro Stunde steigen – eine echte Anerkennung für Deine Flexibilität und Dein Engagement.
Pflegezulage, Sonderzahlungen & Bonus
Viele Einrichtungen zahlen zusätzlich Pflegezulagen, die direkt Dein monatliches Einkommen erhöhen. Darüber hinaus gibt es Sonderzahlungen wie Weihnachts- und Urlaubsgeld, die Dein Jahresgehalt deutlich aufwerten. Einige Arbeitgeber gewähren sogar Bonuszahlungen für besondere Leistungen oder langjährige Betriebszugehörigkeit. Zusammen können diese Extras schnell mehrere Hundert bis über 1.000 € pro Jahr ausmachen.
Tabelle: Zuschläge für Pflegefachkräfte 2025
Quelle: TVöD‑Fassung (Stand 01.08.2025)
Du siehst auf Deinem Arbeitsvertrag vielleicht eine stolze Summe – zum Beispiel 3.500 € brutto im Monat – und fragst Dich: Was davon landet eigentlich wirklich auf meinem Konto? Die Antwort ist nicht immer einfach, denn es kommt auf Steuerklasse, Sozialabgaben, Arbeitszeit und sogar Dein Bundesland an. Gerade in der Pflege, wo Schichtarbeit, Zuschläge und Sonderzahlungen hinzukommen, ist es wichtig, den Unterschied zwischen Brutto und Netto zu verstehen.
Beispielrechnungen für unterschiedliche Steuerklassen
Dein Nettogehalt kann je nach persönlicher Situation stark variieren. Ein paar typische Netto-Beispiele – vier typische Szenarien:
Diese Beispiele zeigen: Steuerklasse und Arbeitszeit machen einen spürbaren Unterschied – und beeinflussen, wie viel Geld Du real zur Verfügung hast.
Vergleich: Bayern vs. Sachsen – gleiches Brutto, unterschiedliches Netto
Auch das Bundesland spielt eine Rolle. In Bayern zahlst Du beispielsweise höhere Kirchensteuer und Sozialabgaben als in Sachsen. Das bedeutet: Selbst bei gleichem Bruttogehalt kann Dein Nettolohn in Bayern bis zu 150–200 € niedriger ausfallen als in Sachsen.
Beispiel:
- 3.700 € brutto in Bayern: ca. 2.450 € netto
- 3.700 € brutto in Sachsen: ca. 2.350 € netto (wegen höherer Sozialabgaben)
Wenn Du also planst, wo Du arbeitest oder über einen Wechsel nachdenkst, ist es sinnvoll, Brutto- und Nettozahlen genau zu vergleichen. So bekommst Du ein realistisches Bild davon, wie viel Geld Dir tatsächlich bleibt – und kannst Deinen Lebensstil und Deine Zukunft besser planen.
Du fragst Dich sicher, wie sich Dein Gehalt als Pflegefachkraft in den letzten Jahren entwickelt hat und was Dich in den kommenden Jahren erwartet. Schließlich ist es nicht nur wichtig zu wissen, wie viel Du heute verdienst, sondern auch, welche Perspektiven es langfristig gibt – für Deine finanzielle Sicherheit und Deine Karriereplanung.
Entwicklung 2020–2025
In den letzten fünf Jahren sind die Gehälter für Pflegefachkräfte deutlich gestiegen. Im Schnitt kletterten sie um 10–12 %, vor allem durch Tarifrunden im öffentlichen Dienst und Inflationsausgleich. Viele, die schon länger im Beruf sind, spüren den Unterschied deutlich: Ihr Engagement wird endlich auch finanziell anerkannt.
Fachkräftemangel & politische Maßnahmen
Der anhaltende Fachkräftemangel in der Pflege wirkt sich direkt auf Dein Gehalt aus. Einrichtungen müssen um qualifiziertes Personal konkurrieren, was die Löhne weiter nach oben treibt. Gleichzeitig sorgen politische Maßnahmen wie der Pflegebonus oder gezielte Tarifsteigerungen für zusätzliche finanzielle Anreize. Für Dich bedeutet das: Dein Einsatz wird nicht nur wertgeschätzt, sondern auch messbar honoriert.
Prognose 2026–2030 – wohin entwickelt sich das Gehalt?
Blickst Du in die Zukunft, sieht es ebenfalls positiv aus. Experten erwarten einen weiteren Anstieg des Pflegefachkraft-Gehalts um 8–12 % bis 2030, vor allem in tarifgebundenen Einrichtungen. Wer frühzeitig Weiterbildungen absolviert, spezialisierte Bereiche wählt oder Leitungsfunktionen übernimmt, kann noch stärker profitieren. Kurz gesagt: Deine Arbeit wird in den kommenden Jahren voraussichtlich noch besser bezahlt, und der Beruf bleibt finanziell attraktiver als viele denken.
Du leistest jeden Tag wertvolle Arbeit, übernimmst Verantwortung und sorgst dafür, dass Menschen bestens versorgt werden. Doch oft bleibt die Frage: Wie kann ich mein Gehalt als Pflegefachkraft aktiv steigern? Hier sind einige erprobte Wege, mit denen Du Dein Einkommen gezielt erhöhen kannst.
Betone Deinen Marktwert
Argumentiere in Verhandlungen mit konkreten, stark nachgefragten Qualifikationen. Hebe besonders Deine kurzfristige Verfügbarkeit, Deine fachliche Spezialisierung (z. B. Intensivbereich) sowie gefragten Sprachkenntnissen hervor.
Weiterbildung nutzen
Eine der effektivsten Möglichkeiten, Dein Gehalt zu steigern, ist gezielte Weiterbildung. Spezialisierungen wie Intensivpflege, OP, Palliativpflege oder Kinderkrankenpflege machen Dich wertvoller für Deinen Arbeitgeber und eröffnen oft höhere Gehaltsstufen. Auch Fortbildungen für Leitungsfunktionen können den Sprung in Entgeltgruppen bringen, die deutlich über Deinem aktuellen Gehalt liegen.
Arbeitgeberwechsel & Tarifbindung prüfen
Nicht jeder Arbeitgeber zahlt gleich. Ein Wechsel von einer privaten Einrichtung in den öffentlichen Dienst (TVöD) oder zu tarifgebundenen kirchlichen Einrichtungen kann mehrere Hundert Euro mehr im Monat bringen. Es lohnt sich, Tarifverträge zu vergleichen und abzuwägen, welche Arbeitgeber langfristig die besten Chancen auf Gehaltssteigerungen bieten.
Zuschläge als Netto-Booster.
Zuschläge sind oft ein unterschätzter Faktor. Wenn Du mehr Nachtdienste, Wochenend- oder Feiertagsdienste übernimmst, erhöht sich Dein Stundenlohn deutlich. Viele Pflegefachkräfte nutzen diese Möglichkeit gezielt, um ihr Monatsgehalt um einige Hundert Euro aufzubessern, ohne die reguläre Arbeitszeit zu erhöhen.
Mach dir bewusst, dass Zuschläge für Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienste dein Nettoeinkommen überproportional steigern. Verhandle eine höhere garantierte Prozentzahl für diese „unsozialen Zeiten“ – das ist für dich der einfachste und wirksamste Weg zu spürbar mehr Netto..
Gehaltsverhandlung – worauf achten?
Auch aktive Gehaltsverhandlungen zahlen sich aus. Bereite Dich gut vor, indem Du Deine Erfahrung, Qualifikationen, Weiterbildungen und besondere Leistungen dokumentierst. Sprich konkret über Zahlen, verweise auf Tarifvergleiche und zeige auf, wie Dein Einsatz dem Arbeitgeber zugutekommt. So kannst Du selbstbewusst einen höheren Lohn fordern und oft auch realistisch erreichen.
Wenn Du einen Angehörigen zu Hause betreuen lassen möchtest, ist die Frage nach dem fairen Gehalt der Pflegekraft zentral. Faire Bezahlung sorgt dafür, dass die Pflegekräfte motiviert, zuverlässig und mit voller Aufmerksamkeit bei der Arbeit sind – und das kommt direkt Deinen Liebsten zugute.
1. Recherchiere den marktüblichen Lohn
Informiere Dich über die üblichen Gehälter für Pflegefachkräfte in Deiner Region. Berücksichtige dabei Brutto- und Nettobetrag, Zuschläge für Nacht-, Wochenend- oder Feiertagsdienste sowie mögliche Sonderzahlungen. So bekommst Du ein realistisches Bild, was fair ist.
2. Berücksichtige alle Zusatzkosten
Neben dem Grundgehalt fallen oft Sozialabgaben, Versicherungen oder Fahrtkosten an. Bei einer 24-Stunden-Betreuung oder einer stundenweisen Betreuung summieren sich diese Posten schnell. Plane diese Kosten realistisch ein, um Überraschungen zu vermeiden.
3. Nutze Zuschläge gezielt
Wenn die Pflegekraft Mehrarbeit leistet – zum Beispiel Nachtdienste oder Wochenenddienste – sollte dies zusätzlich bezahlt werden. Das honoriert den Einsatz fair und sorgt für eine transparente Kostenkalkulation.
4. Prüfe Tarifbindung und Qualifikation
Pflegekräfte in tarifgebundenen Einrichtungen oder mit spezialisierten Weiterbildungen verdienen oft mehr – aber auch das spiegelt ihre Erfahrung und Kompetenz wider. Für Dich bedeutet das: höhere Kosten können sich durch bessere Pflegequalität und Sicherheit lohnen.
5. Plane Puffer ein
Pflege ist nicht planbar wie ein Bürojob. Krankheit, Urlaub oder unvorhergesehene Einsätze kommen vor. Plane ein finanzielles Polster, damit Du jederzeit fair zahlen und die Pflege stabil gewährleisten kannst.
Mit diesen Tipps kannst Du Kosten realistisch kalkulieren und gleichzeitig sicherstellen, dass Deine Pflegekraft fair entlohnt wird. So profitieren alle: Deine Angehörigen erhalten die beste Versorgung, und die Pflegekraft arbeitet motiviert und wertgeschätzt.
Rechenbeispiel für eine Selbstständige Pflegekraft
Viele Pflegekräfte erwägen Selbstständigkeit, um flexibler zu sein. Doch der Schein trügt, wenn man Netto betrachtet.
Faire Bezahlung ist die Grundlage für gute Pflege – das weiß auch Lea aus eigener Erfahrung. Nach ihrer Ausbildung war sie stolz auf ihren ersten Job, doch die Frage nach dem tatsächlichen Verdienst ließ sie nicht los. Bei noracares wirst Du direkt mit den Einrichtungen verbunden und verhandelst Dein Gehalt bzw. Honorar ohne jede Agenturprovision. So entstehen faire, klare Vereinbarungen, die Deinen Marktwert wirklich widerspiegeln. Mit dem richtigen Wissen von noracares über Gehalt, Zuschläge und Nettobeträge kann Lea heute selbstbewusst auftreten, ihre Stunden und Schichten planen und auch über Gehaltsverhandlungen sprechen. Für Dich als Pflegekraft bedeutet das: Du siehst klar, was Dir zusteht, und kannst Dein Einkommen aktiv gestalten.
Für Familien wiederum ermöglicht noracares den Familien faire Kosten zu kalkulieren, indem sie direkt mit selbstständigen Kräften (Honorar) oder mit Agenturen (transparentes Gehalt) in Kontakt tritt. Dieses Wissen schafft Sicherheit, dass ihre Liebsten von Pflegekräften betreut werden, die fair entlohnt werden und ihre Arbeit mit vollem Einsatz leisten können. So entsteht eine Win-Win-Situation – gute Pflege für die Patient:innen und Wertschätzung für die Pflegefachkräfte.
Bei norcares unterstützen wir genau diesen Ansatz: Wir sorgen dafür, dass Pflegefachkräfte wie Lea ob in der mobilen Betreuung oder in der 24-Stunden-Pflege fair entlohnt werden, transparente Informationen über Gehalt und Zuschläge erhalten und Familien die Sicherheit haben, dass ihre Liebsten in den besten Händen sind. Gemeinsam gestalten wir eine Pflege, die wertgeschätzt, transparent und nachhaltig ist.
Erstelle jetzt Dein kostenloses Profil auf noracares.at und entdecke, wie Pflegevermittlung menschlich, unkompliziert und stressfrei sein kann – ganz nach Deinem Tempo.
- TVöD-P (Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst – Bereich Pflege): Das wichtigste Regelwerk für die Bezahlung in öffentlichen Kliniken und Pflegeeinrichtungen. Es garantiert feste Gehaltsstufen, die sich automatisch mit der Betriebszugehörigkeit erhöhen.
- Bruttogehalt vs. Nettogehalt: Das Bruttogehalt ist die Summe vor Abzug von Steuern und Sozialversicherungen. Das Nettogehalt ist der Betrag, der tatsächlich auf das Konto überwiesen wird. In der Pflege machen steuerfreie Zuschläge oft einen großen Teil des Nettos aus.
- Behandlungspflege: Medizinische Leistungen (z. B. Injektionen, Wundversorgung), die eine höhere Qualifikation erfordern und oft die Einstufung in höhere Entgeltgruppen rechtfertigen.
- P7 bis P15 (Entgeltgruppen): Die Kategorien im Tarifvertrag. P7 ist die Standardgruppe für examinierte Pflegefachkräfte; höhere Gruppen (P10+) sind für Spezialisierungen oder Leitungsfunktionen vorgesehen.
- Schichtzulage: Ein fester monatlicher Betrag, den Pflegekräfte erhalten, wenn sie regelmäßig in wechselnden Schichten (Früh, Spät, Nacht) arbeiten.
- Steuerfreie Zuschläge: Vergütungen für Arbeit zu „unvorteilhaften“ Zeiten (Nacht, Sonntag, Feiertag). Diese Beträge werden brutto wie netto ausgezahlt, da sie bis zu gewissen Grenzen nicht versteuert werden müssen.
- AVR (Arbeitsvertragsrichtlinien): Das „Pendant“ zum Tarifvertrag bei kirchlichen Trägern wie Caritas oder Diakonie. Die Gehälter sind hier oft sehr nah am öffentlichen Dienst angelehnt.
- Nostrifikation: Der Prozess der staatlichen Anerkennung einer ausländischen Pflegeausbildung in Deutschland. Erst nach der vollen Anerkennung erfolgt die Einstufung als Fachkraft (und damit das höhere Gehalt).
- Honorar: Die Vergütung für selbstständige Pflegekräfte. Im Gegensatz zum Gehalt muss vom Honorar die gesamte Sozialversicherung (Kranken-, Renten-, Pflegeversicherung) sowie die Einkommensteuer selbst abgeführt werden.
- Pflegezulage: Eine zusätzliche monatliche Zahlung, die im TVöD fest verankert ist und die besondere Belastung im Pflegeberuf finanziell abgelten soll.