Pflege in der DACH-Region: Wie funktioniert es in jedem Land?

Stell Dir vor, Du suchst gerade eine neue Stelle als Pflegefachkraft – vielleicht in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Oder ein Mensch, den Du liebst, wird plötzlich pflegebedürftig, und Du willst schnell verstehen, welche Unterstützung es gibt und wie Du die richtige Hilfe findest.

 

Drei Personen in medizinischer Kleidung, die die Flaggen von Deutschland, Österreich und der Schweiz halten, stehen im Schnee mit einem Bergpanorama bei Sonnenuntergang.

 

Genau in diesen Momenten fühlt sich die Pflegewelt oft wie ein undurchsichtiger Dschungel an: unterschiedliche Berufsbezeichnungen, andere Anerkennungsverfahren, verschiedene Pflegegeld-Modelle und unzählige Jobangebote, die schwer zu vergleichen sind.

Die gute Nachricht: Du bist nicht allein und es gibt klare Wege durch dieses System.

In diesem Artikel bekommst Du einen leicht verständlichen Überblick über die Pflege in der DACH-Region:

  • Wo Du als Pflegefachkraft passende Stellenangebote findest
  • Welche Anerkennung Du für Deine Ausbildung brauchst
  • Wie Pflegegeld und Unterstützung für Angehörige in DE, AT & CH funktionieren
  • Welche Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten es in jedem Land gibt

Ob Du also selbst eine Stelle suchst, Deine Karriere weiterentwickeln willst oder als Angehörige bzw. Angehöriger Orientierung brauchst – hier findest Du alle wichtigen Unterschiede, Chancen und Möglichkeiten kompakt erklärt. Denn Pflege verbindet uns alle: Menschen, die unterstützen, und Menschen, die Unterstützung brauchen. Und genau dabei begleitet Dich noracares – unabhängig, unkompliziert und immer auf Deiner Seite.

 

 

 

 

Aktuelle Stellenangebote für Pflegefachkräfte (DE/AT/CH)

Pflegekraft in rosa Uniform zeigt beide Daumen nach oben, im Hintergrund ein älteres Paar in einem modernen Wohnzimmer.

 

Im Dreiländereck pulsiert der Pflege-Arbeitsmarkt: von dicht besetzten Klinikfluren über das abwechslungsreiche mobile Pflege-Netz bis zu spezialisierten Pflegeangeboten. Wenn Du jetzt suchst, findest Du unzählige laufende Ausschreibungen — Vollzeit, Teilzeit, aber auch kurzfristig verfügbare Einsätze.

Der Pflegejobmarkt im deutschsprachigen Raum bewegt sich wie ein lebendiger Organismus: In Kliniken herrscht Hochbetrieb, mobile Dienste suchen Verstärkung im ganzen Land und hochqualifizierte Teams warten auf neue Kolleginnen und Kollegen. Egal ob Du sofort loslegen möchtest, nur bestimmte Schichten suchst oder Dich beruflich weiterentwickeln willst – hier findest Du die passenden Möglichkeiten.

Sofort verfügbare Jobs nach Land

Deutschland: Pflegefachfrau/-mann, Gesundheits- und Krankenpfleger

In Deutschland werden laufend Pflegeprofis für Krankenhäuser, Pflegeheime, private Haushalte und spezialisierte Fachstationen gesucht. Viele Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen bieten sofortige Einstiegsmöglichkeiten, strukturierte Einarbeitung und verschiedene Arbeitszeitmodelle.

Österreich – DGKP, PFA, PA, Heimhilfe

In Österreich ist die Nachfrage besonders hoch in der mobilen Pflege, der Hauskrankenpflege, in Pflegeheimen und im Krankenhausbereich. DGKP sowie Pflegeassistenz-Profile sind ständig gefragt – von der Stadt bis in die kleineren Regionen.

Schweiz – Pflegefachperson HF/FH, FaGe

Die Schweiz punktet mit klaren Rollenprofilen: Spitäler, Langzeitpflege und ambulante Dienste suchen HF-/FH-Pflegefachpersonen und FaGe mit sofortigem oder flexiblem Eintritt. Prozentstellen ermöglichen eine sehr gut planbare Work-Life-Balance.

Jobs nach Einrichtungstyp

Stationäre Pflege (Krankenhaus, Pflegeheim)

Ob chirurgische Station, Geriatrie oder Intensiv: Stationäre Pflege bietet ein strukturiertes Umfeld, eingespielte Teams und klare Entwicklungsmöglichkeiten.

Mobile Pflege / Hauskrankenpflege

Für alle, die Abwechslung lieben: Du bist unterwegs, arbeitest eigenständig, unterstützt Menschen zuhause und baust oft enge Beziehungen auf.

24h-Betreuung

Auch stark gefragt: individuelle Betreuung in Privathaushalten, oft im Turnusmodell und mit klar definierten Aufgabenbereichen.

Private Betreuung

Eins-zu-eins-Betreuung in Familien. Persönlich, vertraut und oft langfristig – perfekt für Pflegekräfte, die ein ruhigeres, sehr menschliches Arbeitsumfeld schätzen.

Beliebte Jobmodelle

Die Pflege ist so vielfältig wie die Menschen, die sie ausüben. Manche lieben das ruhige, verlässliche Arbeiten von Montag bis Freitag. Andere suchen Abwechslung, flexible Dienste oder möchten ganz bewusst keine Nächte mehr arbeiten. Wieder andere fühlen sich in der persönlichen Atmosphäre einer 1:1-Betreuung am wohlsten.

Egal, welchen Weg Du bevorzugst: Die folgenden Jobmodelle helfen Dir, genau die Arbeitsform zu finden, die zu Deinem Alltag, Deinem Rhythmus und Deinem Wohlbefinden passt.

Übersicht der beliebtesten Jobmodelle

 

Jobmodelle in der Pflege

Jobmodell Beschreibung
Montag–Freitag Ideal, wenn Du Deine Wochenenden freihalten möchtest. Viele Einrichtungen bieten reine Werktagsmodelle – perfekt für mehr Planbarkeit und Freizeit.
Schichtdienst Häufig in stationären Einrichtungen üblich: z. B. 8-, 12- und 24-Stunden-Modelle.
Ohne Nachtdienste Für alle, die ausschließlich tagsüber arbeiten wollen: Tagesdienste, Bereiche ohne Nachtbetrieb oder Einsätze in der mobilen Pflege machen das gut möglich.
Teilzeit / Vollzeit Du bestimmst das Pensum: 30 %, 50 %, 80 % oder 100 %. Prozentstellen schaffen ein Arbeitsmodell, das sich Deinem Leben anpasst und nicht umgekehrt.
Springerdienst Perfekt für Abwechslung: Du unterstützt mehrere Stationen oder Bereiche, lernst unterschiedliche Teams kennen und erhältst oft Zulagen für Deine Flexibilität.
Privatpflege Direkte Anstellung bei Familien in einer 1:1-Betreuung. Sehr persönliche Atmosphäre, verlässliche Dienstpläne und klare Absprachen machen dieses Modell besonders attraktiv.

 

Jobs ohne Anerkennung (für ausländische Pflegekräfte)

Egal, ob Du noch auf die offizielle Anerkennung Deiner Qualifikation wartest oder gerade erst eine Ausbildung beginnst: Assistenz- oder Unterstützungsrollen bieten den perfekten ersten Schritt. Warte nicht, bis der Stempel trocken ist. Auf noracares findest Du Jobs, in denen Du schon während des Anerkennungsprozesses arbeiten kannst.

Du arbeitest unter Anleitung und übernimmst klar definierte Aufgaben – von grundlegender Pflege über leichte Betreuung bis hin zu hauswirtschaftlicher Unterstützung.

So sammelst Du echte Praxiserfahrung, verdienst Einkommen und trainierst gleichzeitig Sprache und Alltagssicherheit in einem neuen Team. Für viele ist das der sanfte, sichere Einstieg in die Pflegewelt – und ein wertvoller Startpunkt für Deine berufliche Zukunft.

 

Jobtitel & Qualifikationen einfach erklärt (DE/AT/CH)

Viele Pflegekräfte steigen in einen neuen Lebensabschnitt — oft mit fremden Begriffen, unterschiedlichen Abschlüssen und komplizierten Titeln. Je nach Land können gleiche Tätigkeiten ganz anders heißen. Hier bekommst Du einen klaren Kompass: Welche Begriffe wofür stehen, welche Ausbildung dahinter steckt und wie sich das alles vergleichen lässt.

 

Eine Nahaufnahme einer Person, die mit einem blauen Stift ein Dokument unterschreibt, während sie an einem Schreibtisch sitzt, der einen Laptop und Büromaterialien enthält.

 

Deutschland – Qualifikationen & Berufsbezeichnungen

  • Pflegefachfrau / Pflegefachmann: Seit der Reform gibt es in Deutschland die generalistische Pflegeausbildung. Der Titel „Pflegefachfrau/Pflegefachmann“ steht für den voll ausgebildeten Pflegeberuf mit allen Rechten und Pflichten — Betreuung, Grund‑ und Behandlungspflege, Dokumentation, Mitwirkung bei ärztlichen Maßnahmen.
  • Gesundheits- und Krankenpfleger / Gesundheits- und Krankenpflegerin: Diese Berufsbezeichnung ist nach wie vor gebräuchlich und bezeichnet Pflegefachkräfte, die eine staatlich anerkannte Ausbildung durchlaufen haben und für die eigenverantwortliche Pflege, Betreuung und Unterstützung von Patientinnen und Patienten zuständig sind.
  • Altenpfleger (Übergangsregelung): Historisch war der Altenpfleger ein eigenes Berufsbild — mit der Einführung der generalistischen Pflegeausbildung wurde diese Rolle überarbeitet bzw. integriert. Manche ältere Abschlüsse oder Übergangsregelungen existieren noch.

Österreich – Qualifikationsstufen

  • DGKP – Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegeperson: Diese Ausbildung ist der klassische gehobene Dienst in der Pflege. DGKP umfasst umfassende professionelle Pflege, Betreuung und Betreuungskonzepte — vom Nachtdienst bis zur spezialisierten Pflege. Die Ausbildung dauert typischerweise drei Jahre. 
  • PFA – Pflegefachassistenz: Pflegefachassistentinnen und Pflegefachassistenten sind qualifizierte Assistenzkräfte. Sie übernehmen pflegerische Aufgaben, unterstützen bei der Pflege, helfen bei Alltagstätigkeiten und mitunter bei Teilen der Behandlungspflege — allerdings unter Anleitung bzw. Delegation durch DGKP oder Ärzten bzw. Ärztinnen.
  • PA – Pflegeassistenz: Diese Ausbildung ist eine Grundqualifikation in der Pflege‑Assistenz. Pflegeassistenten und Pflegeassistentinnen übernehmen grundlegende Pflege‑ und Betreuungsaufgaben, oft nach einem kürzeren Lehrgang (z. B. ein Jahr).
  • Heimhilfe: Heimhilfe ist ein oft niederschwelliges Betreuungs-/Pflegehilfeangebot (z. B. Unterstützung bei Alltag, Grundpflege, Haushalt, Betreuung). Die Ausbildung bzw. Qualifikation unterscheidet sich von DGKP, PFA oder PA und ist eher basierend auf Assistenz‑ bzw. Unterstützungsrollen. 

 

Schweiz – Berufsprofile

  • Pflegefachperson HF / FH: In der Schweiz ist die höchste nicht‑universitäre Pflegequalifikation die Ausbildung an einer Höheren Fachschule (HF) oder Fachhochschule (FH). Wer das erfolgreich abschließt, darf sich „Dipl. Pflegefachperson HF/FH“ nennen und übernimmt umfassende Pflege, Behandlungspflege, Verantwortung in Kliniken, Spitälern oder Heimen. 
  • Fachangestellte Gesundheit (FaGe / Fachfrau/-mann Gesundheit EFZ): FaGe ist eine praxisorientierte Grundausbildung (in der Regel 3 Jahre). Diese Fachkräfte übernehmen Basis- und Grundpflege, Betreuung, Unterstützung und viele Standardabläufe im Pflegeprozess — weniger spezialisiert als HF/FH‑Pflegefachpersonen, aber weit verbreitet und oft Einstieg in die Pflege.
  • Assistent/in Gesundheit und Soziales (z. B. EBA): Eine Grundqualifikation mit kürzerem Ausbildungsweg (z. B. 2 Jahre bei EBA). Personen mit diesem Abschluss arbeiten häufig in unterstützenden Rollen, etwa Assistenz in Pflegeeinrichtungen, Betreuung, hauswirtschaftliche Unterstützung oder Grundversorgung — ideal als Einstieg, wenn man noch keine längere Ausbildung gemacht hat. 

3 Länder im direkten Vergleich (DE / AT / CH)

 

Pflegequalifikationen im DACH-Raum

Land Qualifikation / Titel Kurz erklärt – Das steckt dahinter
🇩🇪 Deutschland Pflegefachfrau / Pflegefachmann Allgemein ausgebildete Pflegefachkraft, zuständig für Grund- und Behandlungspflege, Betreuung, Dokumentation usw.
🇩🇪 Deutschland Gesundheits- und Krankenpfleger/in Staatlich anerkannter Pflegeberuf mit Vollausbildung, Einsatz in Kliniken, Heimen und ambulanten Diensten.
🇩🇪 Deutschland Altenpfleger (Übergangsregelung) Historischer Pflegeberuf für ältere oder pflegebedürftige Menschen – teils übergeleitet bzw. umgewandelt.
🇦🇹 Österreich DGKP (Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflege) Höchste reguläre Qualifikation für Pflege – umfassende Pflegeverantwortung und Weiterbildungsmöglichkeiten.
🇦🇹 Österreich PFA (Pflegefachassistenz) Assistenzberuf mit erweiterten Pflegeaufgaben, Unterstützung der DGKP und Ärzt*innen.
🇦🇹 Österreich PA (Pflegeassistenz) Grundqualifikation in der Pflege – Betreuung, Grundpflege und Unterstützung im Alltag.
🇦🇹 Österreich Heimhilfe Pflege- oder Betreuungshilfe mit Fokus auf Alltagshilfe, Grundversorgung und Unterstützung im Wohnbereich.
🇨🇭 Schweiz Pflegefachperson HF/FH Höchste reguläre Pflegequalifikation (HF oder FH) – umfassende Pflege- und Behandlungskompetenz.
🇨🇭 Schweiz Fachangestellte Gesundheit (FaGe, EFZ) Praxisorientierte Grundausbildung für Grundpflege, Betreuung und Pflegealltag.
🇨🇭 Schweiz Assistent/in Gesundheit und Soziales (EBA o.Ä.) Einstiegs- bzw. Assistenzberuf mit kürzerer Ausbildung – Basisversorgung und Betreuung.

 

Anerkennung für ausländische Pflegefachkräfte

Wenn Du Deine Pflegeausbildung im Ausland gemacht hast und in Deutschland, Österreich oder der Schweiz arbeiten willst, ist der Anerkennungsprozess zentral. Er bestimmt, ob und wie Du tatsächlich als Pflegefachkraft arbeiten darfst und kann unterschiedlich komplex sein. Hier erfährst Du, wie die Prozesse aussehen, welche Schritte nötig sind, welche Hürden lauern und worauf Du achten solltest.

 

Junge Frau in blauer medizinischer Kleidung mit Stethoskop um den Hals, einem Rucksack auf der Schulter und mehreren Büchern in der Hand, lächelnd in einem modernen, hellen Gebäude.

Deutschland – Anerkennungsprozess

Anerkennungsstellen

In Deutschland wird die Anerkennung durch eine zuständige Behörde durchgeführt, meist das zuständige Regierungspräsidium oder Landesamt im jeweiligen Bundesland. Dort vergleichst Du Deinen ausländischen Abschluss mit dem deutschen Referenzberuf Pflegefachfrau/Pflegefachmann (bzw. Gesundheits‑/Krankenpfleger*in) (service.berlin.de).

Benötigte Unterlagen

Du musst Deine originalen Ausbildungsnachweise, Diplome, Ausbildungsinhalte und ggf. Nachweise über Berufserfahrung einreichen. Zusätzlich sind oft ein Nachweis über Sprachkenntnisse und persönliche/gesundheitliche Eignung erforderlich.

Dauer

Wenn Deine Unterlagen vollständig sind, entscheiden die Behörden in der Regel innerhalb weniger Monate, oft in etwa 2–4 Monaten. (Regierungspräsidien Baden-Württemberg).

Teil‑Anerkennung & Anpassungslehrgänge

Stellt die Behörde Unterschiede zur deutschen Ausbildung fest, kann sie eine Teil-Anerkennung aussprechen und Auflagen erteilen. Das heißt: Du musst einen Anpassungslehrgang absolvieren oder eine Kenntnisprüfung bestehen (praktisch bzw. theoretisch), um die volle Anerkennung zu bekommen. 

Visa & Einreise

Wenn Du aus einem EU/EWR‑Land oder der Schweiz kommst, brauchst Du in der Regel keine spezielle Arbeitserlaubnis. Bei Drittstaaten kann ein Arbeits‑ und Aufenthaltsstatus nötig sein (z. B. Blaue Karte EU) — abhängig vom Arbeitgeber und Bundesland (klinikum-passau.de).

Österreich – Nostrifikation

Zuständige Stellen

Die Anerkennung ausländischer Pflegeberufe in Österreich läuft über das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz. Dort wird der Antrag gestellt (Nursing in Austria).

Dokumentenliste

Benötigt werden das ausländische Diplom oder Befähigungsnachweise, Ausbildungsnachweise, ggf. Nachweise über Berufserfahrung, und (je nach Herkunft) weitere Dokumente. Bei Antragstellung ist eine unterschriebene Erklärung nötig und ggf. eine Zustellungsbevollmächtigung, wenn Du keinen österreichischen Wohnsitz hast.

Gleichwertigkeitsbescheid

Nach Prüfung beurteilt die Behörde, ob Dein Abschluss einer österreichischen Qualifikation entspricht. Wird die Gleichwertigkeit anerkannt, erhältst Du einen Anerkennungsbescheid, ggf. mit Auflagen oder der Vorgabe zusätzlicher Ausgleichsmaßnahmen.

Hinweis: Wegen Fachkräftemangel bemüht sich Österreich derzeit, Nostrifizierungen zu beschleunigen — dennoch bleibt der Prozess oft zeit‑ und kostenintensiv (DER STANDARD).

Schweiz – Schweizerisches Rotes Kreuz (SRK)-Anerkennung

Ablauf

Um als ausländische Pflegefachkraft in der Schweiz anerkannt zu werden, musst Du einen Antrag beim SRK einreichen. Der Prozess beginnt mit einem kostenlosen Pre‑Check, bei dem geprüft wird, ob Deine Ausbildung grundsätzlich anerkennbar ist (Pflege Jobs Schweiz).

  • Nach positivem Pre‑Check folgt die formale Anerkennung: Du sendest alle geforderten Dokumente ein — z. B. Diplom, Ausbildungsnachweise, Nachweise über Erfahrung. 
  • Wenn alles passt und keine Ausgleichsmaßnahmen nötig sind, wird Deine Ausbildung der schweizerischen Pflegequalifikation gleichgestellt.

Kosten

  • Der Pre‑Check ist kostenlos. 
  • Für das eigentliche Anerkennungsverfahren fallen Gebühren an — typischerweise 550 bis 1.000 CHF plus ggf. eine Registrierungsgebühr im Gesundheitsberuferegister (z. B. NAREG). 
  • Falls das SRK Ausgleichsmassnahmen verlangt (z. B. zusätzlicher Kurs, Praktikum), können zusätzliche Kosten entstehen (groupfachpersonal-schweizs Webseite).

Dauer

Wenn alle Unterlagen vollständig sind und keine weiteren Kurse notwendig sind, dauert der Anerkennungsprozess meist ca. 3–4 Monate. Bei Ausgleichsmaßnahmen kann es länger dauern.

Typische Herausforderungen

  • Ausreichende Sprachkenntnisse sind oft Voraussetzung (je nach Kanton und Einrichtung). So kann es ohne Deutschkenntnisse auf B‑Level schwierig werden (SRK Bern).
  • Wenn Ausbildungsinhalte vom Schweizer Standard abweichen, sind Anpassungsmaßnahmen oder zusätzliche Kurse notwendig (Einwandern Schweiz).
  • Bürokratie, Fristen und das Zusammentragen von Dokumenten (manchmal aus mehreren Jahren / Ländern) können zeitaufwendig sein.

Warum eine fundierte Anerkennung so wichtig ist

Eine Anerkennung ist viel mehr als ein Stempel oder ein trockenes Amtsschreiben. Sie ist der Moment, in dem Deine Ausbildung und Deine Erfahrung offiziell ihren Platz im neuen Land finden. Viele Pflegekräfte beschreiben die Anerkennung wie das Öffnen einer schweren Tür — plötzlich ist da Licht, Klarheit und eine echte Zukunftsperspektive.

Hier ist, was sie in der Praxis wirklich bedeutet:

 

Warum die Anerkennung so wichtig ist

Bereich Was es bedeutet Warum es so wichtig ist
Rechtssicherheit Offizielle Erlaubnis, als Pflegefachkraft zu arbeiten. Einsatz in allen Bereichen möglich: Krankenhaus, Pflegeheim, mobile Dienste, Spezialpflege. Du arbeitest legal, geschützt und ohne Einschränkungen. Keine Risiken, keine Graubereiche – ein klarer, sicherer Berufsstatus.
Verantwortung & Kompetenzen Durchführung von Behandlungspflege, Übernahme komplexer Pflegesituationen, Ausführen ärztlicher Anordnungen und eigenverantwortliche Entscheidungen. Du darfst endlich das tun, wofür Du ausgebildet wurdest – mit voller fachlicher Verantwortung und Anerkennung Deiner Expertise.
Wertschätzung & faire Bezahlung Tarifgerechte Bezahlung, Zugang zu Weiterbildungen, Sozialversicherung sowie Chancen auf Leitungsrollen oder Fachbereiche. Deine Ausbildung zahlt sich finanziell, beruflich und menschlich aus. Du wirst nicht mehr als „Helferin“, sondern als Fachkraft geführt.
Planbarkeit & Zukunftssicherheit Stabiler Karriereweg mit Aufstiegsmöglichkeiten, Weiterbildungen, sicherem Aufenthalt, Familiennachzug und langfristiger Lebensplanung. Die Anerkennung ist die Grundlage, um nicht nur einen Job, sondern ein ganzes Leben im neuen Land aufzubauen.

 

 

 

 

 

Arbeiten ohne Anerkennung (DACH) — Zwischenlösungen & Übergänge

Wenn die formale Anerkennung noch aussteht oder Du sie nicht vollständig hast, gibt es dennoch Möglichkeiten:

  • Assistenzrollen: Manche Einrichtungen bieten Assistenz‑ oder Unterstützungsrollen an — Hauswirtschaft, Betreuung, einfache Pflegeaufgaben oder Grundpflege, oft unter Anleitung. So kannst Du erste Praxis sammeln, Sprache üben und Einkommen verdienen, während die Anerkennung läuft.
  • Übergangslösungen: Manche Anbieter und Anbieterinnen ermöglichen flexible Lösungen, etwa Teil-Anerkennung mit begleitendem Anpassungs- oder Vorbereitungskurs, kombiniert mit Assistenzarbeit.
  • Arbeitgeber, die begleiten: Es gibt Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen, die den Anerkennungsprozess aktiv unterstützen — mit Hilfe bei Formularen, Begleitung, Vorbereitungskursen oder sogar Kostenübernahmen.

Diese Wege bieten eine Brücke bis zur vollen Anerkennung oder als Einstieg, wenn Du neu in einem Land bist.

 

Entscheidungsmatrix: Systematischer Vergleich D / AT / CH

Pflegekräfte stehen oft vor einer wichtigen Entscheidung: In welchem Land, unter welchem System und mit welchem Arbeitsmodell lässt sich Pflege optimal gestalten? Unsere Entscheidungsmatrix zeigt auf einen Blick die wichtigsten Faktoren – von Finanzierung und Gehalt bis zu gängigen Beschäftigungsarten. So kannst Du klar, strukturiert und vergleichbar entscheiden, welcher Weg am besten zu Dir und Deiner Lebenssituation passt.

 

Vergleich: Deutschland, Österreich & Schweiz (Pflege)

Merkmal 🇩🇪 Deutschland 🇦🇹 Österreich 🇨🇭 Schweiz
System-Anker (Finanzierung) Obligat. Pflegeversicherung (SGB XI) Steuerfinanziertes Pflegegeld / Förderung für Pflegebedürftige & Angehörige Drei-Säulen-Mix: Krankenversicherung (OKP) + Kantone/Gemeinden + Eigen-/Patientenanteil
Regulärer Beschäftigungstyp Angestellt, überwiegend Festanstellung (z. B. TVöD, AVR, private Tarife) Angestellt (KV) im Krankenhaus/Heim; in 24h-Betreuung teils selbstständig (Werkverträge) Angestellt bei Spitälern & Heimen (Quoten), teils private Anbieter; je nach Kanton unterschiedlich
Gehalts-Anker (Einstieg / Brutto, ca.) Pflegefachkraft (TVÖD P7 Einstieg): ~ 3.200 – 3.450 €/Monat DGKP (Einstieg, gemäß Kollektivvertrag): etwa 2.700 – 3.200 €/Monat (je nach Region/Einrichtung) Pflegefachperson HF/FH (Vollzeit): ca. 5.500 – 6.500 CHF/Monat
Wichtiger Netto-Faktor / Lebensrealität Relativ stabile Sozialversicherung, aber Steuern und Abzüge relevant — Netto je nach Steuerklasse & Zuschlägen deutlich variierend Bei Anstellung relativ hohe Abgaben; bei Selbstständigkeit flexibles Honorar möglich, aber: gesamte Sozialversicherung selbst zu tragen Hohe Lebenshaltungskosten (Miete, Lebensunterhalt), was trotz hohem Brutto relativiert; Brutto allein ist kein Garant für hohen Netto-Vorteil
⚠️ Hinweis zur Gehaltsprüfung Gehaltsanker basieren auf TVÖD-Tarifen; tatsächliches Netto hängt ab von Steuerklasse, Zuschlägen & Arbeitszeiten DGKP-Einstiege variieren je nach Bundesland und KV; Zulagen & Dienstzeiten stark relevant HF/FH-Gehälter sind Richtwerte; Zuschläge für Nacht, Wochenende, Spezialdienste sowie kantonale Unterschiede beeinflussen stark das reale Einkommen

 

ℹ️

Hinweis: Die genannten Zahlen sind grobe Richtwerte. Dein tatsächliches Netto-Gehalt hängt von vielen Faktoren ab — Steuerklasse, Schicht- und Funktionszulagen, Arbeitszeitmodell, Verantwortung, Kanton/Land und Sozialabgaben. Bitte immer aktuelle Tarif- oder Gehaltsdaten beim potenziellen Arbeitgeber prüfen.

 

So findest Du die besten Pflegejobs – Schritt für Schritt

Stell Dir vor, Du stehst früh am Morgen vor einem Café. In der Hand ein heißer Kaffee, im Herzen ein Gefühl von „Da geht noch mehr“. Du willst einen Job, der zu Deinem Leben passt: faire Dienste, klare Strukturen, ein Team, das zusammenhält. Aber wie findest Du DEN Job unter all den Angeboten?

Genau hier beginnt Deine Reise. Schritt für Schritt begleitet Dich noracares wie ein zuverlässiger Kompass. Während viele Agenturen Dich binden oder intransparent vermitteln, bleibst Du auf noracares frei. Du verhandelst direkt mit der Einrichtung – egal ob in Hamburg, Wien oder Zürich. So behältst Du Kontrolle über Deine Karriere und findest genau die Stelle, die zu Dir passt.

 

Eine junge Pflegekraft in blauer Uniform steht mit einem Lächeln in einem modernen medizinischen Umfeld.

 

Schritt 1 – Berufstitel klären

Der erste Schritt ist wie das Sortieren Deines Rucksacks vor einer Wanderung.
Bist Du DGKP, PFA, PA, Pflegefachmann/Pflegefachfrau, FaGe, HF, FH – oder stehst Du kurz vor der Anerkennung?

Je klarer Dein Berufstitel, desto zielgenauer findest Du Stellen, die wirklich zu Deiner Qualifikation passen. Auf noracares ist jeder Job sauber nach Berufsgruppe gefiltert, damit Du nicht in einem Meer aus unpassenden Ausschreibungen untergehst.

Schritt 2 – Qualifikation überprüfen

Jetzt wiegst Du Deinen Rucksack: Was bringst Du mit? Hast Du Zusatzausbildungen wie Wundmanagement, Palliative Care, Kinästhetik, Basale Stimulation, Demenzvertiefung? Oder stehst Du im Anerkennungsprozess?

Eine klare Übersicht über Deine Qualifikationen macht einen riesigen Unterschied – sowohl für die Jobs, die Du angezeigt bekommst, als auch später im Bewerbungsgespräch.

Auf noracares kannst Du Deine Qualifikationen im Profil hinterlegen: Dadurch bekommst Du Jobs vorgeschlagen, die exakt dazu passen, anstatt Dir mühsam alles selbst zusammenzusuchen.

Schritt 3 – Region auswählen

Jetzt schaust Du auf die Landkarte – wohin soll die Reise gehen?
Vielleicht suchst Du einen Job in Deiner Nähe, weil Du Familie hast. Vielleicht möchtest Du in eine neue Stadt wechseln. Oder Du bist offen für attraktive Regionen mit besseren Zulagen oder höheren Löhnen (Schweiz, Süddeutschland, Ballungsräume).

Mit noracares schränkst Du die Umgebung ein wie ein Navigationsgerät:
eine Stadt mit einem bestimmten Umkreis oder ganz Österreich, Deutschland oder die Schweiz? Deine Region entscheidet über Dienstmodelle, Gehalt, Teamgröße und Spezialisierungen.

Schritt 4 – Bewerbungsunterlagen vorbereiten

Jetzt packst Du alles, was Du brauchst, ordentlich zusammen. Stell Dir vor, Du legst Dokumente wie Puzzleteile geordnet vor Dich:

  • Ein klarer Lebenslauf    
  • Deine Nachweise und Zertifikate    
  • Ein kurzes Anschreiben bzw. eine Vorstellung in deinem Profil (oft reicht ein freundliches Motivationssatz auf noracares völlig aus)    

Deine Unterlagen müssen nicht perfekt sein, sondern ehrlich, übersichtlich und aktuell. Arbeitgeber in der Pflege schätzen Klarheit mehr als geschwollene Floskeln.

Schritt 5 – Bewerbung verschicken

Und jetzt: losgehen. Das ist der Moment, in dem Du den ersten Schritt setzt – mit einem Klick. Auf noracares sendest Du Bewerbungen ohne komplizierte Formulare, oft direkt an die Entscheidungsträger*innen. Viele Pflegekräfte erzählen, dass sie innerhalb von Stunden die ersten Rückmeldungen bekommen haben.

Die Bewerbung ist wie das Öffnen einer Tür. Und manchmal merkst Du erst dahinter, wie gut der Job wirklich zu Dir passt.

 

Wie noracares Dir den Weg zum Traumjob in der Pflege erleichtert

Screenshot der Noracares-Website, die den Prozess vereinfacht, um eine vertrauensvolle Pflegekraft zu finden oder einen Job in der Pflege zu starten.

 

Du fühlst Dich, als ob Du vor einem riesigen Labyrinth aus Jobangeboten stehst? Unzählige Portale, PDFs, unübersichtliche Stellenanzeigen und fehlende Transparenz lassen Dich verzweifeln? Du weißt, Du willst einen Job, der passt — nicht nur irgendeinen. Genau hier kommt noracares ins Spiel.

Mit noracares wird das Labyrinth plötzlich klar und durchschaubar. Du gibst an, welcher Jobtitel, welche Region, welches Arbeitsmodell für Dich passt und noracares zeigt Dir sofort die passenden Stellen. Keine endlosen Suchen, keine unpassenden Angebote, keine Frustration.

Nehmen wir Anna als Beispiel: Sie ist DGKP, frisch aus der Ausbildung, möchte in Wien ambulant arbeiten. Auf noracares wählt sie einfach ihre Präferenzen aus – innerhalb weniger Minuten erhält sie eine Liste von Jobs, die wirklich zu ihr passen. Sie kann direkt Bewerbungen verschicken, Unterlagen hochladen und bekommt Feedback, ohne stundenlang E-Mails schreiben zu müssen.

Die Vorteile auf einen Blick:
  • Gezielte Jobsuche: nur passende Stellenanzeigen für Deinen Beruf, Region und Arbeitsmodell
  • Direkte Bewerbung: Upload Deiner Unterlagen und schnelle Kontaktaufnahme zu Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber
  • Zeitersparnis: kein langes Durchforsten von Portalen oder unübersichtlichen Webseiten
  • Persönlichkeit: Du kannst selbst entscheiden, mit wem Du arbeiten möchtest
  • Begleitung bei der Stellensuche: Tipps, Filterfunktionen und Matching erleichtern die Orientierung

noracares begleitet Dich wie ein verlässlicher Kompass, von der ersten Orientierung über die Suche bis zur direkten Bewerbung. So kannst Du Dich auf das konzentrieren, was wirklich zählt: den Pflegealltag, der zu Deinem Leben passt, statt auf endlose Stellensuche und Papierkrieg.

 

 

 

 

Grafik von Krankenschwester Nora mit einem Stethoskop um den Hals und dem Text 'Noras Fazit' auf einem grünen Banner. Abschlussbemerkung oder Zusammenfassung im Gesundheitsbereich.

Pflege ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz ganz unterschiedlich organisiert, doch eines verbindet alle drei Länder: Ohne engagierte Pflegefachkräfte wie Dich funktioniert nichts. Gleichzeitig stehen Angehörige oft vor der Frage, wie sie gute Unterstützung finden und welche Leistungen ihnen zustehen. Genau deshalb ist Klarheit so wichtig.

Jetzt weißt Du, wie die Pflege in der DACH-Region aufgebaut ist, wie Du passende Stellenangebote für Pflegefachkräfte findest und welche Anerkennungen Du brauchst.

Wenn Du als Pflegefachkraft beruflich neu starten willst, gibt es heute mehr Chancen denn je: in Krankenhäusern, im mobilen Dienst oder in privaten Einrichtungen. Egal, ob Du vom Prater in Wien träumst, die Schweizer Berge suchst oder die Vielfalt in Deutschland erleben willst: Dein nächster Karriereschritt wartet schon. Erstelle jetzt Dein kostenloses Profil auf noracares, lade Deine Qualifikationen hoch und lass Dich von Arbeitgeberinnen und Arbeitegbern in der gesamten DACH-Region finden – ohne Agenturstress, dafür mit voller Transparenz.

Egal, welchen Weg Du gehst – Du musst ihn nicht alleine gehen. Mit dem richtigen Wissen, klaren Informationen und der passenden Unterstützung kannst Du gute Entscheidungen treffen.

 

Ein türkisfarbener Banner mit weißem Text, der 'Noras Häufig gestellte Fragen' lautet. Auf der rechten Seite befindet sich eine illustrierte Avatarfigur einer Krankenschwester mit blonden Haaren, die eine türkise Krankenschwester-Mütze mit einem weißen Kreuz, einen weißen Kragen und ein Stethoskop um den Hals trägt
Ja, eingeschränkt. In DACH kannst Du Assistenzrollen oder unterstützende Tätigkeiten übernehmen, z. B. Pflegeassistenz, Betreuung oder hauswirtschaftliche Aufgaben. Du sammelst Erfahrung, Praxis und Sprachroutine, während der Anerkennungsprozess läuft. Direkte fachliche Pflege oder ärztliche Tätigkeiten sind ohne formale Anerkennung nicht erlaubt.
Deutschland: Pflegefachfrau/-mann, Gesundheits- und Krankenpfleger, Altenpfleger (Übergang).

Österreich: DGKP, PFA, PA, Heimhilfe.

Schweiz: Pflegefachperson HF/FH, FaGe, Assistent/in Gesundheit & Soziales. Die Titel unterscheiden sich nach Ausbildung, Verantwortung und Einsatzbereich.
Deutschland: Anerkennung über die zuständige Landesbehörde, ggf. Teilanerkennung + Anpassungslehrgang.

Österreich: Nostrifikation beim Bundesgesundheitsministerium, Gleichwertigkeitsbescheid.

Schweiz: SRK-Anerkennung für HF/FH oder FaGe. Ohne Anerkennung sind vollwertige Pflegeaufgaben nicht erlaubt.
Deutschland: generalistische Ausbildung, einheitlicher Pflegefachabschluss.

Österreich: gestaffelte Ausbildung (PA → PFA → DGKP), verschiedene Qualifikationsstufen.

Schweiz: HF/FH-Abschluss, modulare Qualifikationen, FaGe für Basisaufgaben. Unterschiede liegen in Verantwortung, Praxisumfang und akademischem Niveau.
Deutschland: meist ca. 3–12 Monate, abhängig von Unterlagen, Nachqualifikation, Anpassungslehrgängen.

Österreich: meist ca. 2–6 Monate, je nach Vollständigkeit der Dokumente.

Schweiz: meist ca. 3–9 Monate über SRK. Verzögerungen entstehen bei fehlenden Unterlagen oder Sprachtests.
Pflegejobs in DACH findest Du auf spezialisierten Plattformen wie noracares, die nach Beruf, Region, Einrichtungstyp und Arbeitsmodell filtern. Auch offizielle Stellenportale der Länder, Spitex, Krankenhäuser und Heime veröffentlichen vakante Stellen. noracares bietet direkte Bewerbungsmöglichkeiten und passende Jobvorschläge, auch im privaten Bereich.
  • Anerkannter Berufsabschluss (oder laufender Anerkennungsprozess)
  • Sprachkenntnisse (Deutsch, evtl. kantonale Varianten)
  • Visum/Arbeitsgenehmigung (falls nicht EU/EWR)
  • Unterlagen zu Ausbildung, Zeugnisse, Berufserfahrung
  • Motivation und Einarbeitung, oft über Assistenzstellen möglich

 

Grafisches Logo von Noras Wissenschatz, einer Sammlung von Informationen für Pflegekräfte. Ideal zur Darstellung von Pflegewissen und Ratschlägen.
  • DGKP (Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegeperson): Die höchste reguläre Pflegequalifikation in Österreich (gehobener Dienst), die umfassende professionelle Pflege und Verantwortung beinhaltet.
  • Pflegefachperson HF/FH: Die höchste nicht-universitäre Pflegequalifikation in der Schweiz (Höhere Fachschule/Fachhochschule), vergleichbar mit der DGKP oder dem deutschen Pflegefachmann.
  • Generalistische Ausbildung (Generalistik): Das einheitliche Ausbildungssystem in Deutschland seit 2020, das Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege zu einem Beruf (Pflegefachfrau/-mann) zusammenfasst.
  • Nostrifikation: Der formale Prozess der Anerkennung eines im Ausland erworbenen Berufsabschlusses in Österreich, bei dem die Gleichwertigkeit festgestellt wird.
  • SRK-Anerkennung: Die formale Anerkennung ausländischer Gesundheitsberufe in der Schweiz durch das Schweizerische Rote Kreuz (SRK).
  • PFA (Pflegefachassistenz): Eine qualifizierte Assistenzstufe in Österreich, die erweiterte pflegerische und medizinische Aufgaben unter Delegation übernimmt.
  • FaGe (Fachfrau/-mann Gesundheit EFZ): Eine praxisorientierte Grundausbildung (3 Jahre) in der Schweiz, die für Grundpflege, Betreuung und den Pflegealltag zuständig ist.
  • Anpassungslehrgang: Eine vorgeschriebene Maßnahme im Anerkennungsprozess (häufig in Deutschland), um fehlende Ausbildungsinhalte aus dem Herkunftsland auszugleichen.
  • TVöD (Tarifvertrag öffentlicher Dienst): Der Tarifvertrag in Deutschland, der die Gehälter und Arbeitsbedingungen im öffentlichen Sektor (Kliniken, Heime) regelt und oft als Maßstab für faire Bezahlung gilt.
  • Mobile Pflege / Hauskrankenpflege: Die ambulante Pflegeform, bei der Pflegekräfte Patient:innen zu Hause besuchen und unterstützen (häufige Jobart in allen drei Ländern).